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Jagdpanzer Typ 60
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Der Typ 60 ist ein leichter japanischer Jagdpanzer mit zwei amerikanischen rückstoßfreien Geschützen. Richtig, rückstoßfrei! Diese ungewöhnlichen Kanonen haben nun ihren ersten Auftritt im Spiel.


Der Typ 60 ist ein leichter Jagdpanzer mit rückstoßfreien Geschützen, einer der ersten, die Japan nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte. In den 50er Jahren verabschiedete sich Japan vom Konzept einer völlig entmilitarisierten Industrie und begann wieder eigene Militärfahrzeuge zu entwickeln. Neben den universal einsetzbaren, aber kostenintensiven Panzern behielten die Industrienationen weiter günstigere, aber auch ineffektivere Jagdpanzer im Arsenal. Japan sollte da keine Ausnahme bilden. 1954 erhielten die Konzerne Komatsu und Mitsubishi den Auftrag Prototypen eines neuen leichten Jagdpanzers mit zwei rückstoßfreien Geschützen zu entwickeln. 1955 waren die Prototypen SS1 und SS2 von Komatsu bzw Mitsubishi fertig. Der SS2 von Mitsubishi wurde in den Tests favorisiert, aber Komatsu gab nicht auf und präsentierte 1956 einen neuen Prototypen SS3 mit nicht weniger als 4 rückstoßfreien Geschützen. Jedoch musste das Konzept von 4 Geschützen später fallen gelassen werden, da das Fahrzeugprofil sonst zu hoch und auffällig gewesen wäre. 1959 entwickelte Komatsu den vierten und letzten Prototypen, den SS4 mit einem stärkeren Motor und einem neuen Getriebe. Dieses Fahrzeug wurde akzeptiert und als Typ 60 Jagdpanzer 1960 in Dienst gestellt. 



Der Typ 60 war ein acht Tonnen schweres Fahrzeug mit zwei amerikanischen M40 rückstoßfreien Geschützen im Kaliber 105 mm, welche auf der rechten Seite der Fahrzeugwanne montiert wurden. Es gab zwei verschiedene Positionen für die Kanonen. In der niedrigeren Position, welche beim verlegen üblicherweise genutzt wurde, hatten die Geschütze einen nur geringen Richtbereich. In der erweiterten, höheren Position, welche für das Gefecht gedacht war, hatten die Kanonen einen signifikant besseren Richtbereich. Für das genaue Zielen wurde ein großkalibriges M80 Maschinengewehr direkt über den Kanonen installiert. Zu beachten ist, dass neben der geringen Munitionsmenge des M40 rückstoßfreien Geschütz, diese Entscheidung zufällig getroffen wurde. Um die Geschütze nachzuladen, musste der Ladeschütze auf den Motorblock im Heck des Fahrzeugs steigen oder komplett dahinter stehen.
 
Der leicht gepanzerte Typ 60 wurde für Hinterhalte konzipiert, ohne dass ein Gegner ihn je zu Gesicht bekommt. Insgesamt wurden 252 Jagdpanzer vom Typ 60 produziert, viele von ihnen sind bis heute bei den Japanischen Selbstverteidigungsstreikräften im Einsatz.


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Im Spiel wird der Typ 60 zweifellos das Interesse der Spieler wecken – immerhin wird er das erste Fahrzeug im Spiel mit rückstoßfreien Panzerabwehrgeschützen. Eine solch ungewohnte Waffe wird natürlich auch eigene Spielmechanik haben. Zum Beispiel wird die “rückstoßfreie” Natur der Kanonen nach jedem Schuss deutlich wahrnehmbar sein, was ein genaueres Schießen mit Hilfe des Zielfernrohrs erlaubt. Die geringe Munitionskapazität von nur 10 Schuss zwingt den Spieler seinem Zielen und den potentiellen Opfern mehr Beachtung zu schenken, aber das Maschinengewehr hat die selbe Ballistik wie die Kanonen und erleichtert das Zielen auch deutlich. Es stehen zwei verschiedene Munitionstypen für das M40-Geschütz zur Auswahl: APHE (panzerbrechend, hochexplosiv) und HEAT (hochexplosive Hohlladungsgeschosse). Die APHE-Granaten sollen die Panzerung nicht komplett durchbrechen, aber ihre Splitterfragmente, die nach der Detonation auf einer Flache in alle Richtungen fliegen können Maschinenteile und Besatzungsmitglieder äußerst gefährlich werden. Die HEAT-Geschosse erzeugen einen heißen Strahl flüssigen Metalls beim Treffer und durchschlagen durch ihre hohe Geschwindigkeit die Panzerung. Jedoch kann dieser Strahl nach dem Durchschlagen nur dort starken Schaden Verursachen, wo etwas in seinem Weg liegt. Wenn nötig können die HEAT-Granaten auch als simple Brandmunition gegen leicht gepanzerte oder ungepanzerte Fahrzeuge dienen. Die Kanonen haben einen guten vertikalen Richtbereich von -15 bis +20°, dies erlaubt das Gelände zum eigenen Vorteil nutzen zu können, ohne unter direktes Feuer des Feindes zu geraten. Die 120 PS des Motors geben dem 8-Tonnen leichten Fahrzeug eine gute Mobilität und Manövrierbarkeit, wodurch man schneller günstige Feuerpositionen erreichen kann. Die kugelsichere Panzerung schützt die Besatzung vor umherfliegenden Schrapnellen und MG-Salven der feindlichen Panzer, aber nicht vor größeren Kalibern. Dies sollte man im Eifer des Gefechts nicht vergessen.



Der Jagdpanzer Typ 60 wird seinen Platz auf Rang IV im japanischen Forschungsbaum der Ground Forces haben. Das bedeutet dass die gefürchteten rückstoßfreien Geschütze sehr bald ihren Platz auf den Schlachtfeldern von War Thunder finden werden!


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