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2 Dezember 2016

Typ 61: Der japanische Patton

Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg nutzten die japanischen Selbstverdeidigungsstreitkräfte amerikanische Panzer, die aber aus verschiedenen Gründen nicht alle Bedürfnisse erfüllten. In der Mitte der 50er Jahre begann daher die Entwicklung an neuen mittleren Panzern. Wir präsentieren euch den Typ 61 – der erste japanische Kampfpanzer der Nachkriegszeit.


Nach dem Zweiten Weltkrieg war es Japan untersagt eine eigene Armee aufzustellen. Obwohl die amerikanische Besatzungsmacht anfangs eine volle Entwaffnung plante, wurde mit dem Beginn des Koreakriegs ein Umdenken nötig. 1954 wurden die Japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte aufgestellt und mit amerikanischen Panzern vom Typ M4 Sherman und M24 Chaffee ausgerüstet, später mit dem modernen M41 Walker Bulldog. Diese Panzer waren für die Japaner nicht optimal, da oftmals die Tragfähigkeit von Brücken und die Breite der Eisenbahntunnel in den Bergen nicht ausreichend groß für diese Panzer waren. Zusätzlich waren die japanischen Panzerbesatzungen im Durchschnitt kleiner als ihre amerikanischen Kollegen, daher waren die Sitze in den Panzern an diesen Unterschied nicht angepasst.



In den frühen 50er Jahren lieferten die USA den M47 Patton an Japan, der aber nur getestet wurde. Der neue Panzer war komplett unbrauchbar, da er zu schwer war um auf dem japanischen Gelände sinnvoll eingesetzt werden zu können. Darum fiel die Entscheidung einen vergleichbaren, aber kleineren Panzer und eine japanische 90-mm-Kanone zu entwickeln, die von der amerikanischen Kanone inspiriert wurde. Verschiedene Prototypen, die sich in Details unterschieden, wurden für Tests bereitgestellt. Der erste war der ST-A1 mit einem niedrigen Profil (mit maximal 2,20 m Höhe!). Weitere Varianten mit größeren oder kürzeren Wannen wurden auf Basis des ST-A1 produziert, ST-A2, ST-A3 und der ST-A4. Sie unterschieden sich auch im Turm und der Kommandantenkuppel. Nach erfolgreichen Tests wurde der ST-A4 für den Dienst ausgewählt und bei den JSDF als Typ 61 bezeichnet.


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Sehr bald schon wieder der Typ 61 in unserem Spiel verfügbar sein und euch Spieler mit seinem Auftreten verblüffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten fast alle Panzerkonstrukteure Motor und Getriebe so nah beieinander wie möglich zu legen. Dies kann aber variieren, zB. können Motor und Getriebe im Heck liegen (T-62, Centurion) oder komplett in der Front (AMX 13). Jedoch mit dem Typ 61 führte Japan die Tradition ihrer Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg fort, das Getriebe vorne und den Luftgekülten Dieselmotor im Heck zu installieren. Aus Spielesicht ist das vorteilhaft, da wenn die Front durchschlagen wird das Getriebe manchmal Splitter aufhalten kann.



Die japanischen Konstrukteure wollten einen leichten Panzer, als Ergebnis reduzierten sie die Panzerung. Der Typ 61 kann daher nur großkalibrigen Maschinengewehren und 20-mm-Maschinenkanonen widerstehen, und das auch nur frontal. Jedoch wiegt er nur 35 Tonnen gegenüber den 46 Tonnen des M47 Patton II. Der 600 PS starke Dieselmotor gibt dem relativ leichten Panzer eine gute Mobilität. Sein Leistungsgewicht beträgt knapp über 17 PS pro Tonne. Die einzige Einschränkung des Typ 61 in Sachen Mobilität ist seine (im Vergleich zu anderen mittleren Panzern) niedrige Höchstgeschwindigkeit von nur 55 Km/h auf der Straße und 45 Km/h im Gelände.



Der Trumpf des Typ 61 ist die japanische Variante der amerikanischen 90-mm-Kanone. Die gute Feuerrate und der gute Höhenrichtbereich ist sehr komfortabel, und die starke Munition kann jeden potentiellen Gegner zerstören. Das große Browning 12.7-mm-MG auf dem Turm wird außerdem nützlich gegen leicht gepanzerte Flugabwehrfahrzeuge sein.

Wenn ihr den Patton wegen seiner ausgezeichneten Mobilität und der mächtigen Waffe geschätzt habt, geht sicher den Typ 61 einmal auszuprobieren!


Euer Team von War Thunder!

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