BMP-2 und BVP-2: Eindrücke aus Russland und der Tschechischen Republik

Wir setzten unsere Veröffentlichung von realen Geschichten über den Kampfeinsatz von War Thunder Fahrzeugen fort. Heute sprechen wir mit unseren Gästen über den russischen BMP-2 Schützenpanzer, und die tschechische Variante BVP-2.

Unser erster Gast hat Erfahrung als Fahrer des BVP-2 im 72. Mechanisierten Bataillon, Přáslavice, Tschechische Republik.

Bitte erzähl uns etwas über dich selbst. Bist du der Armee als Wehrpflichtiger oder Freiwilliger beigetreten?

Ich wurde 1992 geboren, also verpasste ich die allgemeine Wehrpflicht. Da ich aber in der Armee dienen wollte seit ich ein Kind war, entschied ich mich dennoch beizutreten. Ich machte eine Ausbildung zum Schreiner und trat, nachdem ich diese als Geselle abgeschlossen hatte, 2011 in die Tschechische Armee als Freiwilliger ein. Ich begann als Pionier, was mich zu den mechanisierten Einheiten zog. Als ich der 7. Mechanisierten Brigade beitrat, fragte man mich, ob ich Kraftfahrer werden wollte, und ich sagte ja, also wurde ich ein Anwärter für ein BVP-Fahrtraining.

 

Hast du an Auslandsmissionen teilgenommen (Soweit ich weiß war die 7. Brigade in Afghanistan und Mali involviert)?

Ich habe an keinen Auslandseinsätzen teilgenommen. Lediglich an Militärmanövern im Ausland.

Hat die tschechische Variante des BVP-2 irgendwelche Unterschiede im Vergleich zum sowjetischen Original? Hast du jemals den original BMP-2 gefahren? Mit welchem Fahrzeug würdest du eher in den Kampf ziehen?

Mein kleines Monster wurde 1990 in der Tschechoslowakei hergestellt. Ich habe die russische Version nie gesehen, aber soweit ich gehört habe sind die Unterschiede minimal, vielleicht in der Elektronik. In den Kampf? Heute würde ich mit ihm nicht mehr in einen echten Kampf ziehen, allerdings kann die Maschine immer noch ein effektives Kampfwerkzeug sein.

Bist du je mit ähnlichen Fahrzeugen aus westlichen Ländern in Kontakt gekommen? Falls ja, wie würdest du sie im Vergleich zum BVP-2 beurteilen?

Während Militärmanöver im Ausland kam ich in Kontakt mit dem deutschen Puma, dem österreichischen ASCOD oder dem amerikanischen Stryker und ich bin tatsächlich einen schwedischen CV90 selbst gefahren. Nun, der BVP hat einen nicht zu schlagenden Off-Road-Vorteil. Er ist ein Monster, dass keine Angst vor einer härteren Behandlung im schlimmsten Gelände hat.

Würdest du deinen BVP-2 gegen etwas anderes eintauschen?

Wenn ich mit ihm in den Kampf ziehen müsste, ja. Seine Zeit ist abgelaufen. Ihm fehlen Wärmebildgeräte, seine Panzerung ist schwach, es ist innen sehr beengt, usw.

Vielleicht erinnerst du dich an einen witzigen oder seltsamen Vorfall in Zusammenhang mit deinen Fahrzeugen?

Einmal bei einer Übung, ich versuchte die Stellung zu erreichen in der wir die Nacht verbringen sollten. Es war vermutlich ein alter Krater, von Bäumen überwachsen. . Man kam dort sehr gut hinein, aber ich konnte das Fahrzeug darin nicht richtig ausrichten. Während ich dort rangierte, begann ich im Rückwärtsgang einen Baum hochzuklettern und einige Äste gelangen unter meine Kettenabdeckung, sie brach ab. Ich verbrachte die ganze Nacht auf meinem Fahrzeug damit, sie wieder in Form zu hämmern. Die ganze Kompanie lachte über mich während die Geräusche meiner Hammerschläge durch den nächtlichen Wald hallten. Sie gaben mir den Spitznamen Leontine, nach einem tschechischen Märchen - Leontine war die Tochter eines Ritters und beulte seine Rüstung aus...

Hast du Panzerabwehrlenkraketen während des Einsatztrainings eingesetzt, und falls ja, über welche Distanz hast du geschossen? Gibt es irgendwelche Einschränkungen für den Einsatz der Lenkraketen?

Wir schossen primär auf Ziele die 3-4km entfernt waren. Manchmal, während des Flugs der Rakete, riss das Lenkkabel und die Rakete geriet außer Kontrolle. Abgesehen davon, war sie schnell wie ein Blitz, es dauerte nur ein bisschen länger sie nachzuladen.

Gibt es Probleme mit dem Scharfschießen aus der 30-mm-Bordmaschinenkanone?

Die 2A42 Kanone ist gut und präzise solange die Munition nicht stecken bleibt. Die Problematik liegt in der Munitionszuführung, diese zieht die Munition aus “Nieren” (Munitionsbehälter, die wegen ihrer Form bei der Truppe so genannt werden). Manchmal, bleibt der Munitionsgurt so sehr stecken, dass der elektrische Zuführmotor ihn nicht durchdrücken kann.

Welche Munitionsarten hast du gesehen und verwendet, hast du jemals BPS (3UBR8) verschossen? Wie beurteilst du generell das BMP-2 Waffensystem, die Präzision und Leistung der Kanone, den Stabilisator und die Möglichkeit während der Fahrt zu schießen?

Wir nutzten panzerbrechende Leuchtspurmunition. In Bezug auf die Bewaffnung war das Fahrzeug gut. Der Kommandant konnte im Notfall auch die Geschützbedienung übernehmen. Die Kanone ist präzise, sowohl im Stand als auch während der Fahrt. In der Bewegung muss man als Fahrer auf die Stellung der Kanone achten, damit man damit nicht gegen ein Hindernis (wie z.B. einen Baum) stößt; der Richtschütze allein könnte ja durch andere Aufgaben abgelenkt sein und dadurch selbst nicht darauf achten.

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Was war die längste Zeit, die Du in diesem Fahrzeug verbracht hast ohne es zu verlassen, und wie hast Du Dich dabei gefühlt?

Ich glaube, es waren mal etwas mehr als 17 Stunden während eines Manövers. Was soll ich sagen? Sehr heiß, laut, es stinkt, in leere Getränkeflaschen urinieren müssen...

Hast Du Erfahrungen mit anderen BMPs (BMP-3, BMP-2M)?

Der einzigen Unterschiede zwischen dem 1 und 2 sind, dass der 2 einen zusätzlichen Stoßdämpfer, Einspritzrohre am Motor und einen anderen Turm hat, welcher das Gewicht um etwas mehr als eine Tonne erhöht.Den BVP 3 habe ich nur in einem Film gesehen, daher kann ich ihn nicht beurteilen.

Was kannst Du uns über die Geländegängigkeit und die Schwimmfähigkeit des BMP-2 sagen? Hast Du jemals Wasserhindernisse überquert?

Damit das Fahrzeug wirklich sicher schwimmt ist es notwendig, neue Ketten aufzuziehen, Schwimm-Schutzbleche (diese sind breiter und mit Schaum gefüllt) zu montieren, das gesamte Fahrzeug mit Dichtmittel zu versiegeln und zu guter letzt den Fahrer-Winkelspiegel gegen ein entsprechendes Periskop auszutauschen, damit er über die Bugwelle hinwegsehen kann. Dann schwimmt das Fahrzeug gut und reagiert auch gut auf Richtungskorrekturen.

Wie und wann bist Du zu War Thunder gekommen, wie häufig spielst Du es und was spielst Du? Welche Spielmodi bevorzugst Du? Was magst Du an War Thunder? Was würdest Du gerne ändern?

Anfang 2019 habe ich WoT auf meinem Smartphone installiert. Nachdem ich es zwei Tage gespielt hatte, hat es mir gereicht und ich habe es wieder gelöscht und dann War Thunder auf meinem PC installiert. Dieses Spiel hat mich vollkommen gefesselt. Ich spiele es immer, wenn ich die Zeit dazu habe, ich würde sagen, fast jeden Tag. Ich muss die Grafik der Modelle und der Umgebung einfach loben. Klasse ist auch, dass es keine Trefferpunkte gibt. Ich spiele häufig Sturm Arcade (Flugzeuge und Panzer) und ich würde vorschlagen, dort mehr Karten, neue Aufgaben, sowie neue oder geänderte Regeln (z.B. dass es nie mehr Helikopter als Panzer geben soll) hinzuzufügen. Ich spiele auch viel Panzer und Flugzeuge in RB, auch Panzer in SB.

Was hattest Du für ein Gefühl, als Du zum ersten Mal in einem BMP-2 im Spiel “gesessen” hast?

Das war mein Ziel. Ich wollte dieses Fahrzeug so schnell wie möglich haben. Ironischerweise habe ich mehr Zeit mit dem BVP-1 (BMP-1) verbracht, wegen seines niedrigeren BRs. Als ich den BMP-2 das erste Mal testen konnte, habe ich eigentlich nur herumgeblödelt und hab mir die ganzen Details angesehen. Das Fahrzeug hat mich nicht enttäuscht und es macht wirklich Freude, es zu fahren.

 

Was hälst Du von dem BMP-2 im Spiel? Den Bewegungen, dem Sound und dem Aussehen? Wie sehr ähnelt es der realen Erfahrung? 

Das Modell ist grafisch perfekt und ich kenne kein Spiel, wo es noch besser umgesetzt wäre. Der optische Eindruck entspricht der Realität. Der Sound des Motors ist allerding anders, der echte knackt mehr und ist irgendwie aggressiver und lauter. In der Realität kann man kleine Funken sehen, die ab und zu aus dem Auspuff fliegen - ich denke, es wäre keine schlechte Idee, das auch im Spiel umzusetzen. Auch für andere Fahrzeuge wäre das ein netter optischer Effekt. Das Geräusch der Waffenstabilisationsanlage ist im Spiel etwas lauter als in der Wirklichkeit. Auch das Schussgeräusch entspricht nicht dem Original. Wenn es eine Mündungsbremse gibt, sollte das Mündungsfeuer auch zu den Seiten austreten.

Kannst Du den BMP-2-Spielern einige Tipps geben?

In RB würde ich empfehlen, Feinde aufzuklären und zu markieren, sowie Hinterhalte anzulegen. Nutzt die Beweglichkeit, um Hindernisse zu umgehen, in eine vorteilhaftere Position zu kommen, auf eine gute Gelegenheit zum Angriff zu warten und danach die Stellung zu wechseln. Hört auf Euren Selbsterhaltungstrieb und handelt entsprechend.

Richtschütze auf dem BMP-2 und Teilnehmer an der Operation “Peace Enforcement”, dient seit 2008 bis heutige. War Thunder Spieler seit 2014.

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Bitte Erzähl uns ein bisschen über dich selbst. Wie kam es dazu, dass du der Armee beigetreten bist? War das etwas von dem du seit deiner Kindheit geträumt hast?

Schon seit frühester Kindheit interessierte ich mich für Waffentechnik und Militärfahrzeuge, genauso wie für ihre Entstehungsgeschichte und Anwendung. Das ist es, was mich hauptsächlich dazu gebracht hat, der Armee beizutreten. Ich kann von mir sagen, dass ich hierher kommen wollte. Ich wollte etwas Nützliches lernen und natürlich die Fahrzeuge anfassen an denen ich schon immer so interessiert war. Bis zum heutigen Tag, habe Ich meine Wahl nicht bereut.

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Was waren deine Kampfaufträge während der Operation “Peace Enforcement”? Welche Waffen und Fahrzeuge hat dein Gegner gegen dich eingesetzt? Was war das schwierigste?

Zu dieser Zeit hatte ich schon gedient und meinen Vertrag unterschrieben. Am 8. August, während des georgischen Angriffs auf Südossetien, waren wir, die 19. Brigade, in Wladikawkas in einer Not-Eingreif-Truppe. Berichten zufolge war die 7. Luftlandedivision die erste die dorthin geschickt werden sollte. Unsere Mission war es den Vorstoß in die CFZ (Konvoi Formation Zone) zu organisieren, als dringlichste Angelegenheit und danach nach Zchinwali zu ziehen um die Einheiten vor Ort zu beschützen. Wir sollten eine mögliche Gegenoffensive unseres Feindes verhindern.

Wir wurden praktisch mit den Reserven des Feindes konfrontiert: Toyota Hilux-Lastwagen, T-72-Panzer und gepanzerte MTW.

Das schwierigste war die Fassung zu bewahren denn wenn du in einem Fahrzeug sitzt und alle konstant über den Funk reden, weißt du nicht wirklich was zu tun ist. Es war genauso eine Herausforderung praktisch blind zu schießen wenn man den Befehl bekam das Feuer auf ein Gebäude zu eröffnen ohne zu wissen auf wen oder wohin man schießen soll.

Habe ich es richtig verstanden dass Du seit 12 Jahren dasselbe Fahrzeug nutzt? Hat es gut gehalten? Wie hast Du es instandgehalten?

Ja, wir nutzen hauptsächlich ältere Fahrzeuge. Diese wurden allerdings in den Herstellerwerken generalüberholt. Die haben sich ziemlich gut gehalten und wir stellen ihre Kampf Tauglichkeit zu jeder Zeit sicher. In manchen Situationen fehlen uns die Ersatzteile vielleicht, aber dann tauchen sie auf und die Fahrzeuge sind schnell wieder Einsatzbereit.

Kannst du dich vielleicht an einen witzigen oder ungewöhnlichen Zwischenfall im Bezug auf dein Fahrzeug erinnern?

Ja, es gab viele davon. Zum Beispiel hat mein Mechaniker vor ein paar Jahren im Sommer nach einigen Reparaturen an der Wasserpumpe keine kleine Abdeckung unter dem Motorraum angebracht. Als wir bei taktischen Übungen des Bataillons zum Übungsgelände von Dzartsemi ausrückten, fuhren wir am Konvoiende den Berg hinauf. Ein Stein fiel in die Öffnung und zertrümmerte das Kühlwasserrohr für den Motor und das Wasser begann herauszusprudeln. Wir hielten das Fahrzeug an, schalteten den Motor ab und meldeten es. Uns wurde gesagt, dass das Fahrzeug auf jeden Fall innerhalb einer Stunde zum Übungsgelände kommen müsse. Wir haben das Problem ziemlich schnell selbst behoben. Ein Gummischlauch, der an die Pumpe selbst ging, war gerade abgerissen, und das war alles. Danach trugen der Mechaniker und ich mit Hilfe von Flaschen fast 45 Liter Wasser aus einem Wasserreservoir. Es war gut, dass es ziemlich nahe war, sonst hätte unser Motor den Geist aufgegeben, und wir wären nirgendwo hingefahren, außer zurück zur Basis auf dem Bergepanzer, um ihn zu reparieren.

Das Panzerabwehrraketen-System auf dem BMP-2 wird nicht durch das interne Netzwerk mit Strom versorgt. Deswegen gibt es Hinweise darauf, dass die maximale Schussweite der ATGM weniger als die angegebenen 4000m ist und durch die Batterieleistung der Kontrollstation beeinflusst wird. Ist das so?

Ja das ist richtig, aber das Problem haben viele Fahrzeuge, nicht nur dieses. The Fahrzeuge sind alt. In einem funktioniert das Aggregat des Motors nicht, in einem anderen fehlt die Blei-Säure Batterie, also fehlt der Strom im Netzwerk. Ohne den funktioniert selbst der Waffen Stabilisator nicht.

Habt ihr die Panzerabwehrlenkrakete während der Kampfvorbereitungen gestartet, und wenn ja, über welche maximale Reichweite musstet ihr schießen? Gibt es Einschränkungen bei der Verwendung der Lenkrakete?

Ich persönlich musste bei Bodenübungen nur zweimal schießen.

Wir haben dort auf 1,5-2 km geschossen. Und die einzigen Einschränkungen waren die Anzahl der Schüsse und die erlaubte Schussflugbahn entlang der Front.

Während der Operation “Peace Enforcement”, hattest du da gefechtsbereite Panzerabwehr- Rakten in deinem Fahrzeug?

Ja hatten wir. Ich weiß nicht ob jeder die hatte, aber mir wurden drei 9M111 ATGM zugeteilt. Sie befanden sich in ihrer üblichen Position die ganze Zeit und ich musste sie Gott sei Dank nicht einsetzten.

Gibt es Probleme mit den austretenden Gasen während des schießens mit der 30 mm Kanone?

Ja und es gab noch ein weiteres Problem, durch die ganze Hitze hört die BU-25 Kontrollarmatur durch Überhitzung auf zu arbeiten. Die Sicherungen darin überhitzten und die Lüftung fällt aus. Dieses Problem besteht bis heute. Daher haben wir die Erlaubnis die Turmluken offen zu haben wenn wir schießen und manchmal wenn wir viel schießen öffnen wir zusätzlich die Luken im Truppenabteil. Ansonsten würde der Richtschütze einfach von den Gasen im Fahrzeug vergiftet was öfter vorkommt.

Hast du Nachtsichtgeräte eingesetzt und was denkst du über sie?

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Ja, wir nutzen Nachtsicht ausgiebig wann immer wir bei Nacht schießen. Ohne geht es einfach nicht. Der Hauptgrund für ihren Einsatz ist zur Sicherheit und sie ist ziemlich gut für ein Fahrzeug das bei uns seit dem Afghanistan Krieg im Dienst ist.

Welche Arten von Munition hast du gesehen und selbst eingesetzt. Hattest du die Möglichkeit APCR (3UBR8) Munition zu nutzen? Wie würdest du die Bandbreite der Bewaffnung des BMP-2 bewerten, seine Präzision und Feuerkraft, seinen Stabilisator und die Fähigkeit in der Bewegung zu Schießen?

Ich sah und benutzte solch Munition wie die AP-T-30, HEF-I und HE-T. Ich musste sie sogar vor zwei Tagen während einer Trainingsangriffsphase buchstäblich abfeuern. Leider haben wir nicht die 3UBR8.

Die Reichweite der Bewaffnung selbst ist ziemlich gut. Sie hat sich bewährt und ist, wenn ihr mich fraget, so unkompliziert wie eine automatische Kalaschnikow. Man kann die Kanone unter Feldbedingungen leicht reparieren. Ihre Genauigkeit hängt davon ab, wie sie mit dem Visier kalibriert wurde. Ich selbst überprüfe vor und nach jedem Feldeinsatz mein Fahrzeug bis auf die kleinste Schraube und justiere das Visier mit Hilfe eine Einschießhilfe. Die Genauigkeit ist so hoch, dass meine Mannschaftskameraden und ich bei jeder Schießübung unsere Ziele mit unseren Geschossen buchstäblich niedermähen, wie bei einer Wette.

Die Stabilisatoren sind gut, aber sie sind alt, und sie haben nichts wie z.B. eine Zielverfolgung. Wenn man in Bewegung ist, kann man sogar ohne sie schießen, wenn man gut genug ist, aber wenn man sie benutzt, kann man jedes Ziel ohne wirkliche Schwierigkeiten treffen, selbst Anfänger.

Die Vorschriften für den Einsatz von Schützenpanzern und mechanisierten Einheiten beinhalten die Möglichkeit, sich ziemlich lange ständig im Fahrzeuginneren aufhalten zu müssen (z.B. in Fällen von einer Chemikalien- oder Strahlenbelastung) oder während aktiver militärischer Operationen. Wie lange warst du am längsten in deinem Fahrzeug eingepfercht, und wie fühlt sich das an?

Die längste Zeit, die ich im Fahrzeug verbracht habe, betrug etwa zehn Stunden. Damals rückten wir in eine Stadt ein, und ich wollte einfach nicht aussteigen, für den Fall, dass ich mir eine verirrte Kugel einfange. Was das Gefühl betrifft, so kann ich nur sagen, dass es schwierig ist.  Zunächst einmal ist es wirklich heiß da drin. Zweitens, selbst wenn die Operationen tagsüber stattfinden, wenn alle Luken geschlossen sind, ist es da drin ziemlich dunkel, und wenn man dann nach draußen an die frische Luft geht, tun einem die Augen sehr weh.

Außerdem haben wir bei allen groß angelegten Manövern Vorschriften, nach denen alle Besatzungsmitglieder im Fahrzeug mit ABC-Anzügen (nukleare, biologische und chemische Stoffe) ausgerüstet sein müssen. Das ist nicht sehr angenehm, besonders wenn man sich danach auszieht und den Schweiß aus allen Kleidern wringt.

Hast du jemals andere Schützenpanzer genutzt (BMP-3 oder BMP-2M)? Was denkst du über sie?

Ich habe den BMP-2M nie selbst gesehen aber ich würde wirklich gerne einen haben. Den BMP-3 sah ich auf einer Mission in Yelan im Trainingszentrum. Danach fand ich den BMP-3 zu groß und auffällig in jeder Situation und es ist wirklich schwierig ihn zu verstecken oder zu tarnen. Beim BMP-2 liegen die Dinge in dieser Hinsicht viel besser. Um Fair zu sein muss ich sagen, dass Aufmunitionieren ist beim BMP-3 viel einfacher. Beim BMP-2 ist es schwierig schnell zu laden ohne das der Munitionsgurt hängen bleibt oder eine Ladehemmung beim schießen entsteht.

Was kannst du und über die Geländegängigkeit und Schwimmfähigkeit des BMP-2 sagen? Hast du jemals ein Hindernis überwinden müssen bei dem du übers Wasser musstest?

Seine Geländegängigkeit ist gut, aber der Rest kommt Hauptsächlich auf den Fahrer und seine Beziehung mit dem Fahrzeug an. Ein geschickter und erfahrener Fahrer kann von Südossetien bis Moskau fahren und stoppt nur zum tanken. Während ein unerfahrener Fahrer das Fahrzeug in den Graben lenken wird, was tatsächlich passiert ist, oder das er die Kette bei ebenen Terrain wirft, und selbst das ist schon vorgekommen.

Ich kann nicht viel über die Schwimmfähigkeit sagen. Ich hab selbst nie damit schwimmen müssen, aber ich habe anderen dabei zu gesehen und von außen schaut es gut aus. Für den Zweck für den der BMP entwickelt wurde ist Auftrieb ein netter Bonus.

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Wann und unter welchen Umständen hattest du deine ersten Erfahrungen mit War Thunder? Wie oft spielst du und welche Einheiten nutzt du im Kampf am meisten? Welche Modi bevorzugst du?

Ich spiele War Thunder seit 2014, wenn nicht sogar früher. Ich nutze vor allem Fahrzeuge der UdSSR und spiele Arcade und Simulator. Ich spiele Arcade vor allem um die Grafik, den Ton und das Gameplay zu genießen und Simulator um das Realismus Gefühl zu bekommen, als wäre ich zurück auf der Arbeit.

Wie fühlte es sich an zum ersten mal im Spiel im BMP-2 zu sitzen?

Um die Wahrheit zu sagen hatte ich gemischte Gefühle und positive, wie: “hier, dass kann mein IFV” Und dann war da ein Gefühl von Zufriedenheit und sogar Frieden, denn hier ist der Krieg nur auf einem Computerbildschirm und die Spieler können diese Fahrzeuge in Aktion sehe ohne selbst im Krieg zu sein.

Was denkst du darüber wie das Handling, der Klang und die Optik des BMP-2 im Spiel ist?

Mit dem Update, in dem neue Sounds dem Spiel hinzugefügt wurden, sind sie dem tatsächlichen Sound sehr nahe gekommen, aber alles in den Fahrzeugen, der Motor und die Schüsse aus der Kanone, klingen viel lauter. Was das Fahrverhalten betrifft, so verhält es sich im Spiel fast wie im richtigen Leben, nur dass er in Wirklichkeit viel langsamer beschleunigt und man nur im ersten oder zweiten Gang wirklich effektiv wenden kann. Das macht es dem Fahrzeug leichter, auf der Stelle zu wenden, oder verringert seinen Wenderadius.

Was denkst du über das Schießen mit dem BMP-2 im Spiel? Wie nah kommt es an deine eigenen Erfahrungen?

Das Schießen im Spiel wurde genauso implementiert wie es in der Realität ist, mit unterschiedlichen Feuermodi: Einzelschüsse, sowie langsame und hohe Feuerraten.

In der Realität schieße ich erst drei Einzelschüsse um die Distanz zum Ziel zu ermitteln, dann gehe ich dazu über Schaden zu verursachen.

Hast du irgendwelche Ratschläge die du den Spielern zum BMP-2 geben kannst?

Dieses Fahrzeug ist in keinem Fall für einen Frontalangriff geeignet. Es ist ein Fahrzeug zum flankieren und um dem Gegner in den Rücken zu fallen, für Hinterhalte und cleveres Positionieren. Um es kurz zu machen, um aus Büschen heraus zu schießen. Die 30 mm und ATGM bedeuten erhebliche Feuerkraft gegen den Gegner und es ist wichtig diese Weise einzusetzen. Und vergiss niemals deine Feuerstellung zu wechseln.

Wenn ihr über ausgezeichnete Kenntnisse der in War Thunder vorhandenen Kampffahrzeuge verfügt und eure Erinnerungen an den Militärdienst und Eindrücke vom Spiel mit uns teilen möchtet, sendet uns bitte eine E-Mail an [email protected]

Bisherige Interviews:


Euer War Thunder Team

 

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