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Messerschmitt Bf 110 - Zerstörer
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RANG I: Bf 110 C4

Leistung: 2100 PS x2 (@3800m)
Höchst-geschwindigkeit: 538 km/h @ 5000m bei 100% tSchub, geschlossenem Kühler und vollgetankt. 
Spannweite: 16,3 m
Länge: 12,3 m

Bewaffnung:

7,92mm MG 17 x4
20mm MG FF/M 2x
7,92mm MG 15 1x

Die Messerschmitt Bf 110 C-4 hat viele Stärken. Mit frei geschalteten  Aufhängungen ist es möglich bis zu 500 Kg an Bomben zu tragen, eine Last vergleichbar mit der einiger Bomber auf ihrer Stufe, was sie zu einem sehr guten Jagdbomber macht. Es ist auch eines der schnellsten Flugzeuge der ersten Stufe, womit es guten Piloten möglich ist, Probleme von sich fern zu halten - behaltet den Höhenvorteil und versucht keine Geschwindigkeit in engen Kurven zu verlieren, dann solltet ihr stets in der Lage sein eure Kämpfe selber zu wählen, solange ihr nicht gegen stärkere Gegner antreten müsst.

Sie verfügt auch über eine sehr starke Bewaffnung: zwei 20mm Kanonen, welche mit Minengeschossen bestückt werden können, und vier 7,62 MGs, die alle in der Nase konzentriert verbaut sind. Jousten ist stets gefährlich, doch die zentral verbaute Bewaffnung sollte euch in diesen Fällen einen Vorteil gegenüber dem gegner geben. Versucht am besten das Feuer auf 1,5 km zu eröffnen und bei 1 Km ein Ausweichmanöver einzuleiten.

Die Schwäche der Bf 110 ist die ihr fehlende Agilität. Obwohl sie deutlich manövrierfähiger ist als die Do 17 Z-7, welche sich direkt vor ihr im Tree befindet, muss man sie dennoch anders fliegen als die Doppeldecker, die man bis dahin wohl geflogen ist. Haltet euch aus Kurvenkämpfen heraus, besonders mit leichteren Jägern. Haltet stattdessen den Höhenvorteil und stürzt euch auf einzelne Gegner nachdem ihr euch in position gebracht habt. Erlangt danach wieder Höhe und wiederholt den Vorgang; diese Technik ist nützlich für die meisten deutschen Jäger und es kann nicht schaden sie früh zu erlernen.

Besonders gegen die großen und langsamen Bomber und Flugboote der Ränge eins und zwei, wie die PBY Catalina oder Wellington, eignet sie sich besonders. Für andere, nur leicht bewaffnete Jäger können diese ein großes Problem darstellen, doch dank ihrer Kanonen kann die Bf 110 beweisen, dass sie ihre Bezeichnung als Zerstörer nicht umsonst hat. Auch die fehlende Wendigkeit fällt bei den schwerfälligen Bombern nicht weiter ins Gewicht, nur vor ihren Schützen müsst ihr euch in Acht nehmen; versucht nicht einfach gerade hinter ihnen her zu fliegen, denn schon eine Kugel aus einem leichten MG kann euren Piloten töten wenn ihr Pech habt.


In game it is one of the fastest fighters in Era 1 with a speed of 538 km/h. It packs incredible firepower with 4x 7.92mm MG’s and 2x
20mm cannons with a copious 360 rounds all in a centreline mount, a hard hitting package that will reach out and swat aircraft far away.


Ihr Können als Zerstörer demonstrierte sie am 17. Dezember 1939 eindrucksvoll in einer Schlacht die die Entwicklung der RAF für den Rest des Krieges stark prägte. Der Invasion Polens durch Deutschland im September 1939 folgten einige ruhigere Monate mit nur wenigen Gefechten, der so genannte Sitzkrieg. Die Briten führten einige Bombenangriffe gegen die deutsche Marine durch, welche keine klare Strategie hatten und alles in allem wenig effektiv waren. Die verteidigenden deutschen Luftwaffengeschwader waren mit frühen Bf 109 ausgerüstet und damit durchaus erfolgreich, doch die RAF blieb weiter der Meinung, dass die Abwehrbewaffnung einer eng fliegenden Bomberformation ausreichend sei um gegnerische Jäger zu vertreiben.


Stärken und Schwächen des Flugzeugs:

+ PROS:

  • Gute Wendigkeit bei hohen Geschwindigkeiten.
  • Für einen schweren Jäger recht wendig.
  • Sehr hohe Geschossmasse auf seinem Tier (2.80 kg/s) und ein großer Munitionsvorrat.
  • Extrem tödlich bei Head-Ons.
  • Steigt für eine zweimotorige Maschine recht gut, kann aber einmotorige Flugzeuge (ausgenommen Doppeldecker) hier nicht übertreffen. 
  • Der Heckschütze kann auf gleicher Flughöhe nur schlecht ausgeschaltet werden.
  • Schwere Bewaffnung aus 2 Kanonen und 4 MGs
  • Großer Munitionsvorrat
  • Kann ein recht große Bombenlast tragen und so mehrere Aufgaben gleichzeitig erüllen.
  • Die Zentral montierte Bewaffnung ist für Duelle auf große Reichweite gut geeignet.

- CONS:

  • Großes Ziel
  • Langsame Beschleunigung
  • Schlechter Energiehaushalt
  • Verliert bei Manövern stark an Geschwindigkeit
  • Schlechtere Wendigkeit als einmotorge Jäger (Besonders auf seinem Tier)
  • Höhenruder sehr anfällig bei Beschuss.
  • Nur ein einzelnes 7.92mmMG als Defensivbewaffnung.
  • Der Heckschütze hat nur ein sehr eingeschränktes Schussfeld.
  • Der Heckschütze kann Angreifer auf gleicher Höhe die direkt von hinten anfliegen wegen des Totpunkts (Heckleitwerk) nicht angreifen.
  • Flugeigenschaften bei Triebwerksausfall eines der beiden Triebwerke extrem schlecht.

Am 17. Dezember wurde das I./ZG nach Wilhelmshafen verlegt, wahre Veteranen auf der Bf 110, welche sich diesen Status im Polenfeldzug verdient hatten. Nur einen Tag nach der Verlegung startete die RAF einen Angriff mit 24 Wellington Bombern, ihr Ziel war erneut die deutsche Kriegsmarine. Zwei von den 24 mussten den Flug abbrechen und zum Stützpunkt zurückkehren; die restlichen 22 wurden vom deutschen Radar in etwa 113 Kilometern Entfernung entdeckt. Die Luftwaffe reagierte nicht sofort, da ein Angriff bei solch klarem Wetter als unwahrscheinlich galt, doch nachdem das Radarbild visuell bestätigt wurde ließ man sofort die Bf 109 und Bf 110 Staffeln aufsteigen um die Bomber abzufangen. Eine der Bf 109 rotten war gerade erst von einem Patrouillenflug zurückgekehrt und neu aufgetankt worden. Helmut Lent konnte es kaum erwarten den Kampf wieder aufzunehmen, da er einen weiteren Abschuss zu dem einen, den er in Polen erzielen konnte hinzufügen wollte. Zum Leidwesen eines Waffenmeisters wie gesagt werden muss, dieser hatte gerade ein neues Trommelmagazin im Flügel installiert als Lent bereits die Startsequenz begann, er rutschte kurzer Hand vom Flügel herunter.


Besuche die  offizielle War Thunder Wiki für weitere Informationen über dieses Flugzeug (ENG).


Die Wellingtons erreichten zwar ihr Ziel Wilhelmshafen konnten ihr primäres Ziel aber nicht angreifen, da sie Order hatten Schiffe, die am Kai angelegt hatten nicht anzugreifen, aus Angst man könne Zivilisten verletzen. Unter schwerem Flugabwehrfeuer stehend, unter anderem von der Scharnhorst und ihrem Schwesternschiff der Gneisenau, löste sich die Formation nach und nach auf. Die Bomber begonnen also den Rückflug nach England, doch als das Feuer der Flugabwehrkanonen begann schwächer zu werden, begannen die Messerschmitts ihre Angriffe. Über die nun folgende halbe Stunde hinweg wurden die Wellingtons von über 40 deutschen Jägern attackiert, am längsten kämpften die Bf 110 mit ihnen, da sie über größere Treibstoff- und Munitionsreserven verfügten. Zwölf Wellingtons wurden abgeschossen und sechs weitere beschädigt. Auf deutscher Seite gingen drei Bf 109 verloren; keine der Bf 110 wurde abgeschossen, doch erlitten einige von ihnen unterschiedlich starke Schäden. Wolfgang Falck konnte zwei Abschüsse für sich verbuchen (einer konnte später bestätigt werden), musste aber selber notlanden, da beide Triebwerke ausgefallen waren. Er sagte später, dass dies sein erstes und letztes Mal als Segelflieger sein sollte. Beide Seiten übertrieben stark was die Abschusszahlen betrifft, doch dies kann nicht verhindert werden wenn so viele Flugzeuge in einer Luftschlacht mit einander kämpfen. Die britischen Bordschützen wollten demnach 12 Jäger abgeschossen und 12 weitere schwer beschädigt haben, wohingegen die deutschen Piloten 38 Abschüsse für sich verbuchten, von denen man später 27 anerkannte.


Entdecke WT.LIVE - Tarnanstriche für die BF 110

Die Bezeichnung “Zerstörer” ist für die Hauptaufgabe dieses Flugzeugs, alles was vor ihm liegt auszuschalten, sehr treffend.


Der Vorfall ging als Luftgefecht über der deutschen Bucht in die Geschichte ein und die erlittenen Verluste ließen die RAF einsehen, dass die Abwehrbewaffnung allein nicht ausreiche um ihre Bomber zu schützen; von 1940 an bis zum Ende des Krieges wurden die Einsätze des Bomber Command als Folge daraus fast nur noch bei Nacht durchgeführt. Die Luftschlacht um England zeigte später aber, wie verwundbar die Bf 110 gegen moderne, einmotorige Jäger war, vor allem wenn sie als Eskorte gebunden an eine Bomberformation eingesetzt wurde, trotz allem blieb sie eine ausgezeichnete Verteidigungswaffe.

Die Bf 110 wurde später das Rückgrat der deutschen Nachtjäger Einheiten, welche als Reaktion auf die Umstellung des Bomber Commands gegründet worden waren. Die erste Einheit war das NJG 1, welches unter dem Kommando von Wolfgang Falck stand, er selber wurde auch als „Vater der Nachtjäger“ bezeichnet. Einer seiner Piloten war ebenfalls ein Veteran aus dem Luftgefecht über der deutschen Bucht, Helmut Lent (drei abgeschossene Wellington, zwei davon bestätigt), welcher mit 110 Abschüssen zu einem der erfolgreichsten Nachtjäger der Luftwaffe werden sollte.

 


Autor: John "Zoso" Moore


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