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Yermolayev Yer-2: ein Sowjet mit italienischen Wurzeln
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Als sich in den 30er Jahren Krieg in Europa abzeichnete und die Länder aufrüsteten wurden auch zivile Flugzeugkonstruktionen für den militärischen Gebrauch genutzt. Das luxuriöse Short Empire Flugboot wurden zur Short Sunderland, und das Langstreckenverkehrsflugzeug Focke-Wulf Fw 200 Condor wurde als Langstrecken-Seeaufklärer genutzt. 

RANG III: Yer-2 M-105
Motorleistung: 1 050 PS x2 (@4000m)
Tempo:  445 kmh @ 4000m mit 100% Schub, Kühler
geschlossen, Treibstoff volll & 4x 250kg Bombe
Spannweite:  21,65 m
Länge: 16,23 m
Bewaffnung: 7,62mm MG x3
bis zu 4.000kg Bomben

 

In der Sowjetunion entwickelte der Italienische Flugzeugkonstrukteur Roberto Bartini die Stal-7, die 1939 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 404,94 Km/h auf einer 5000-Km-Strecke einen neuen Weltrekord in der Klasse der Verkehrsflugzeuge aufstellte. Das Potential der Stal-7 als Bomber wurde erkannt, aber Bartini wurde wie die anderen Konstrukteure Tupulew und Petljakow 1938 verhaftet.

Die Arbeit an der DB-240 (dahl'niy bombardirovschik — Langstreckenbomber) wurde daher von Wladimir Jermolajew geleitet, Bartinis Chefkonstrukteur. Das Flugzeug wurde somit als Jer-2 1941 in Dienst gestellt. Um die aerodynamischen Eigenschaften zu verbessern saß nur der Pilot in einer erhöhten Kabine zur besseren Rundumsicht, die Sicht des Co-Piloten war eingeschränkt durch das Seitenfenster und die Glasnase des Flugzeugs.

Die herausragenden Eigenschaften der Jer-2 waren ihre große Reichweite und die mögliche große Bombenlast. Da Reichweite in den Zufallsschlachten von War Thunder eine untergeordnete Rolle spielt, ist die außergewöhnliche Bombenzuladung das besondere Merkmal des Flugzeugs in allen Spielmodi. Mit allen erforschten Modifikationen können die frühen Varianten zwei 1000-kg-Bomben extern und  vier 500-kg-Bomben intern tragen.

Diese schweren Bomben können praktisch alle Bodenziele im Spiel zerstören und sind ideal für die Bombardierung von Basen geeignet. Das benötigte Bombengewicht um eine Basis zu zerstören variiert von Modus zu Modus, aber 4000 Kg sollten genug für zwei Basen in den Realistischen Schlachten sein und genug für eine Basis in den Arcade Schlachten.

Doch um eine Basis bombardieren zu können muss man sie erst erreichen - und der Hauptnachteil der Jer-2 ist ihre Verwundbarkeit. Sie ist nicht besonders schnell, besonders wenn die externen Bomben geladen sind und drei Maschinengewehre bieten wenig Schutz gegen die schwer bewaffneten Jagdflugzeuge, auf die die Jer-2 normalerweise trifft. Wenn möglich sollte man ein oder zwei Flügelmänner für den eigenen Schutz mitnehmen; gegnerische Jäger könnten auf den Bomber als vermeintlich leichtes Ziel  fixiert sein und so schnell zu Gejagten durch die Eskorte werden.

Wenn man alleine fliegt bieten bewölkter Himmel oder die Dunkelheit Schutz, aber man hat grundlegend nur zwei Optionen: entweder man fliegt auf großer Höhe und hofft, dass das eigene Team die Luftüberlegenheit verteidigt, oder man stürzt direkt auf das Ziel und hofft, es zu erreichen. Da die letzte Option sehr risikoreich ist, sollte man sich natürlich vor der Entscheidung ein Bild der Lage machen und erst dann entscheiden.


Mit bis zu vier Tonnen an Bombenzuladung für die frühen und fünf Tonnen für die späteren Diesel-Versionen, eignet sich der Yer-2 besonders
für die Bombardierung gegnerischer Stützpunkte. Aber vorsicht: Mit "nur" 2000 bis 3000 PS können keine Wunder bei der Flugleistung erwartet
werden, insbesondere während des Steigflugs. Wählt eure Bombenzuladung mit bedacht aus!


Strategische Bombeneinsätze war ein wichtiger Teil der sowjetischen Luftdoktrin in den frühen 30er Jahren, wofür die  massiven Bomber vom Typ TB-3 beispielhaft sind. Die Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg führten jedoch zu einer Konzentration auf taktische Schlachtfeldunterstützung, was man beim Flug mit der TB-3 und Jer-2 in War Thunder merken wird. Nur eine geringe Anzahl an Jer-2 wurden 1941 gebaut bis die Fabrik wegen dem deutschen Vormarsch evakuiert werden musste. Im Anschloss genoss die Produktion der Iljuschin Priorität gegenüber Langstreckenbombern. Staffeln, die mit der Jer-2 ausgerüstet waren, führten 1941 einige Angriffe auf deutsche Städte aus, aber der Großteil wurde gegen taktische Ziele eingesetzt. Durch die hohen Verlustraten und ohne Ersatzflugzeuge blieben bis Ende 1942 nur noch eine Handvoll Jer-2 übrig.

Um die Reichweite der Jer-2 zu erhöhen wurden Versuche mit Dieselmotoren durchgeführt. Die Ergebnisse waren vielversprechend, und da sich die Front zwischenzeitlich stabilisierte und Il-2 stetig aus den Fabriken rollten, ging die Jer-2 1943 mit den Tscharomski ATsch-30B Dieseltriebwerken in Produktion. Die neue Variante war langsamer aber bot mit einer 20-mm-Kanone im oberen Turm besseren Schutz und konnte eine weitere 1000-Kg-Bombe extern tragen.


Während die frühen Versionen des Yer-2 ausschließlich mit leichten ShKAS oder schweren Berezin-MGs bewaffnet sind, verfügen die späteren
Diesel-Versionen über schlagkräftigere Bewaffnung: Schwere Berezin-MGs in Kombination mit einer 20mm ShVAK Maschinenkanone sind eine
merkbare Verbesserung.​


Die letzten beiden Jer-2 Varianten in War Thunder repräsentieren jene mit Dieselmotor. Die erste ist eine frühe Version, die zweite hat ein umgestaltetes Zwei-Mann-Cockpit anstatt des charakteristischen aufgesetzten Cockpits der früheren Versionen. Die zusätzlichen 1000-Kg-Bomben machen sie noch leistungsfähiger, aber da sie langsamer ist und höher eingestufte Gegner trifft, bleibt das Überleben eine Herausforderung; die Kanone ist nützlich zur Verteidigung, aber erfahrene Gegner werden höchstwahrscheinlich von unten angreifen und sie damit umgehen.

Die Jer-2 blieb bis nach dem Krieg im Einsatz, ehe sie von viermotorigen Bombern ersetzt wurde und die Konstruktion zu ihren zivilen Wurzeln zurückkehrte, als eine kleine Anzahl von umgebauten Jer-2ON als VIP-Transportflugzeuge genutzt wurden. Jermolajew starb 1944 und sein Konstruktionsbüro ging in Suchoi auf; Bartini wurde nach dem Krieg aus dem Gefängnis entlassen und arbeitete weiter in der Luftfahrtindustrie.


Um die Gefechtstauglichkeit des Yer-2 wiederherzustellen, wurden leistungsstärkere Dieselmotoren in einen modernisierten Rumpf eingebaut. 
Der Unterschied zwischen Benzin- und Dieselversion werden beim Vergleich in War Thunder sofort deutlich - man beachte die Größe der Motoren!​


Die Jer-2 Bomber-Reihe sticht im sowjetischen Forschungsbaum durch ihre außergewöhnliche Bombenlast hervor und macht sie zu einem Flugzeug für entschlossene Bomberpiloten, die das Maximum auf feindliche Ziele abwerfen wollen.


Autor: John "Zoso" Moore

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