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Die israelische Luftwaffe
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'P-51D-5 der israelischen Luftwaffe von 1956' Tarnanstrich von _TerremotO_ | Hier herunterladen


Der direkte Vorläufer der Israelischen Luftstreitkräfte (hebr. חיל האוויר והחלל, ‘Cheil ha-Awir we-ha-Chalal’; engl. Bezeichnung IAF) hieß ‘Sherut Avir’, dieser war Teil der israelischen ‘Haganah’, der Untergrundarmee in Palästina bis zur Gründung Isreals im Jahre 1948

Ein israelischer Kampfpilot im Jahr 1949.

Die Haganah besaß jedoch nur eine kleine Anzahl an militarisierten Zivilflugzeugen, aber israelische Agenten konnten die Beschaffung tschechoslowakischer Flugzeuge einfädeln, zu der Zeit belieferte die Tschechoslowakei die Haganah bereits mit Infanteriewaffen und Munition. Zerlegte Jagdflugzeuge wurden per Luftfracht nach Palästina gebracht.

Die ersten Lieferungen kamen am 20. Mai 1948 an - sechs Tage nachdem Israel seine Unabhängigkeit erklärte, und fünf Tage nachdem die benachbarten arabischen Staaten eine Militäroffensive gegen den neuen Staat starteten. Dieser Konflikt wurde später als der Israelische Unabhänigkeitskrieg bekannt. Die ersten Flugzeuge der Israelis waren Avia S-199 Jagdflugzeuge - die tschechoslowakische Nachkriegsversion der Messerschmitt Bf 109 G-6, welche vom Junkers Jumo 211F anstatt dem Daimler-Benz DB 605 angetrieben wurde. Obwohl die S-199 als schwer steuerbar galten, wurde damit die erste israelische Jagdstaffel aufgestellt. Die Israelischen Luftstreitkräfte wurden dann am 28. Mai 1948 offiziell gegründet, und vier S-199 wurden am 29. Mai zum ersten Mal in Bodenangriffsmissionen gegen Ägyptische Truppen nahe Ashdod eingesetzt.

Mit weiteren S-199 lieferte die Tschechoslowakei auch Supermarine Spitfire LF.Mk.IXe Jagdflugzeuge an Israel. Doch viele der gelieferten Flugzeuge erreichten Israel nach dem Waffenstillstand. Der erste Luftsieg der IAF wurde am 3. Juni errungen, als Modi Alon in einer S-199 zwei Douglas DC-3 Transportflugzeuge abschoss, umgebaut zu Hilfsbombern, welche Tel Aviv bombardierten.

Am 8. Juni kam es zum ersten Kurvenkampf zwischen Jagdflugzeugen, als Gideon Lichtaman eine ägyptische Spitfire abschoss. Bis zum Ende der Kampfhandlungen wurden Flugzeuge aus verschiedenen Ländern erworben, darunter B-17 Flying Fortress schwere Bomber, de Havilland Mosquito Jagdbomber und North American P-51 Mustang Jagdflugzeuge.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurden die ausländischen Piloten, die sich freiwillig verpflichten ließen und ein Großteil des Personals der IAF ausmachten, entlassen und die IAF stützte sich von nun an nur auf israelische Piloten. Taktische Doktrinen wurden entwickelt, einschließlich die Wichtigkeit der Aufklärung und neue Staffeln wurden mit weiteren ausländischen Maschinen aufgestellt. 1953 begann auch für die IAF das Jetzeitalter mit dem Erhalt von Gloster Meteor Strahljägern.1956 begann die IAF die Operation Kadesh - der Codename des Israelischen Angriffs um den Suezkanal zu gewinnen und wurde dabei von Frankreich und Großbritannien unterstützt.

Ehemalige Spitfire Mk.IXe der israelischen Luftwaffe.

Während der Operation führten die Mustangs der IAF einen gefährlichen Niedrigflug durch um Telefonkabel mit den Flügeln und Propellern zu kappen, wärend Transportmaschinen Fallschirmjäger absetzten und der Rest der IAF Luftunterstützung lieferte und die Bodentruppen gegen ägyptische Flugzeuge verteidigte. Die Sternstunde der IAF schlug am 5. Juni 1967, als israelische Kampfflugzeuge an einem einzigen Tag die Jordanische, Ägyptische und Syrische Luftwaffe mit einem Überraschungsangriff so sehr schwächten, dass die IAF die totale Luftüberlegenheit in allen drei Ländern wärend der Operation Focus inne hatte. Im Sechstagekrieges zerstörten die israelischen Piloten über 450 feindliche Flugzeuge, die meisten am Boden. Nach dem Konflikt wurden McDonnell Douglas F-4 Phantom II Jagdflugzeuge (genannt ‘Kurnass’ - Vorschlaghammer) von den Vereinigten Staaten geliefert, damit begann die amerikanische Militärunterstützung für Israel, die bis heute andauert.

Der nächste Konflikt war der sogenannte ‘Abnutzungskrieg’ zwischen 1967 und 1970 mit Ägypten, charakterisiert durch vereinzelte Artillerieschläge, Kommandoaktionen und großer Luftaktivität. Die IAF, ausgerüstet mit Phantoms und Dassault Mirage Jagdflugzeugen bewies sich erneut gegen die Ägyptischen Luftstreitkräfte mit ihren sowjetischen Flugzeugen, wie die MiG-21. Israelische Piloten verloren 26 Flugzeuge, gaben aber 114 Abschüsse an. Nach dem Abnutzungskrieg wurde die IAF weiter modernisiert. Es wurden weitere Phantom und Mirage erhalten, sowie A-4 Skyhawk und selbstproduzierte IAI Sa’ar Jagdbomber (IAI; Israel Aerospace Industries), die israelische Lizensversion der Dassault Super Mystére.

Die größte Herausforderung für die Israelischen Luftstreitkräfte war der Überraschungsangriff durch Ägypten, Syrtien und Jordanien am höchsten jüdischen Feiertag, der Jom-Kippur-Krieg 1973. Dieses mal mussten die Israelis hohe Verluste gegen gut vorbereitete ägyptische und syrische Boden-Luft-Raketen (SAM) und Flugabwehrkanonen hinnehmen. Trotzdem konnte die IAF den Luftwaffen von Ägypten und Syrien große Verluste zufügen, aber zu einem hohen Preis - über 100 israelische Flugzeuge wurden abgeschossen, die meisten durch Flugabwehrraketen. Diese schmerzhafte Erfahrung beeinflusste die israelische Luft-Doktrin nach dem Konflikt mit der Minimierung der Bedrohung durch Boden-Luft-Raketen.

Premierminister Ben Gurion bei der Auszeichnung israelischer Kampfpiloten.

In den 70er und frühen 80er Jahren konnten die IAF nicht nur effektiv die Verluste des Jom-Kippur-Krieges ersetzen, sondern konnten sich auch signifikant vergrößern. Neben Skyhawk und Phantom wurden die F-15 Eagle und F-16 Fighting Falcon Jagdflugzeuge erworben, ergänzt durch eigene Muster wie IAI Nesher und IAI Kfir Jagdflugzeuge. Letztere war ein Derivat der französischen Dassault Mirage 5. 1981 bombardierte die IAF den unfertigen, irakischen Atomreaktor von Osirak in der Geheimoperation ‘Opera’ und zerstörte ihn und 1982 nahm die IAF am ersten Libaneonkrieg teil und zerstörte mehrere SAM-Batterien in der Bekaa-Ebene im Libanon und beanspruchte über 80 abgeschossene syrische Flugzeuge ohne eigene Verluste im Luftkampf.

Seit den 90er Jahren liegt die israelische Aufmerksamkeit auf dem Gazastreifen, besonders nachdem die Israelische Armee den Gazastreifen 2005 verließ. 2007 zerstörte die IAF eine vermutete, syrische Nuklearanlage in Deir ez-Zor und ab 2011 ging das ‘Iron Dome’ Raketenabwehrsystem in Betrieb.

Von der zusammengewürfelten Anzahl von militarisierten Zivilflugzeugen 1948 bis zu einer der modernsten Luftstreitkräfte im Jahr 2015, machte die Israelische Luftwaffe eine schnelle Entwicklung durch, trotz mehreren, großen Konflikten mit einem zahlenmäßig überlegenen Gegner. Durch die Fähigkeit der Piloten und brillanter strategischen Entscheidungen meisterten die Israelischen Luftstreitkräfte alle Herausforderungen mit Stolz und Ehre und können berechtigt stolz auf ihre reiche und interessante Geschichte sein.

Es gibt viele Flugzeuge im Spiel War Thunder, die mit der Israelischen Luftwaffe in Verbindung gebracht werden können. Probier sie selbst aus in Gedenken an diese fähigen Piloten.

Autor: Jan "RayPall" Kozák


In einem der folgenden Updates fügen wir das
'Israeli Air Force Roundel' zu War Thunder hinzu:

Abzeichen von Colin 'Fenris' Muir


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