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Die 1. Polnische Panzerdivision
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'M5A1 Stuart VI, 24. Lancers Regiment 'Hetman Żółkiewski', 10. Gepanzerte Kavallerie-Brigade, 1. Panzerdivision' 
Tarnanstrich von RazNaRok | hier herunterladen


Die Anfänge der 1. Polnischen Panzerdivision im Westen lassen sich bis vor den Zweiten Weltkrieg zurückverfolgen. 1937 begann man damit, die 10.Kavalleriebrigade der Polnischen Armee in eine motorisierte Brigade umzugestalten. Anfangs sträubte sich das polnische Oberkommando gegen den Gedanken „mobile Bunker“ in das Gefecht zu führen und die meisten Offiziere äußerten Bedenken, dass Panzer zu abhängig von kontinuierlicher Treibstoffzufuhr und günstigem Gelände seien. Dazu kam, dass sich die Beschaffung und Finanzierung von gepanzerten Fahrzeugen für ein Land wie Polen, das schwer von der Depression getroffen worden war, äußerst schwer gestaltete. Die Transformation wurde dennoch ohne Rücksicht auf die Gefühle und Bedenken vieler Offiziere fortgesetzt. 1939 wurde die Einheit mit dem Rufnamen „The Black Brigade“ (bezogen auf die Farbe der getragenen Mäntel) neu aufgestellt als die Samodzielna Grupa Operacyjna "Śląsk" (Unabhängige Einsatzgruppe „Silesia“). Das Kommando über die einheit wurde Colonel Stanisław Maczek übertragen. Ausgerüstet war die Einheit mit leichten Panzern Vickers Type E, sowie TKS Tanketten und gezogenen Panzerabwehrgeschützen Bofors 37 mm.

Stanislaw Maczek

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges schockte viele; dennoch kämpfte die Brigade tapfer über den gesamten Zeitraum der Kampagne. Ihr gelang es am 2. September den Vorstoß des 22. Deutschen Korps bei Chabówka zu stoppen und bis zu 50 (je nach Quelle) deutsche Panzer zu zerstören. Die Einheit nahm bis zum 17. September an Gefechten teil und verlangsamte den deutschen Vorstoß um dem polnischen Volk die Flucht nach Osten zu ermöglichen. Dann endlich kam der Befehl zum Ausweichen nach Ungarn. Colonel Maczek gelang mit etwa 1500 seiner Männer erfolgreich die Überquerung, der die Internierung folgte.

Dies würde sie jedoch nicht davon abhalten weiterhin gegen die Deutschen zu kämpfen. Maczek und seinen Männern gelang es Ungarn zu verlassen und über Rumänien nach Frankreich zu gelangen, wo in Anger die polnische Exilregierung verweilte. Der nun wieder organisierten Brigade hatte man Unterkünfte in der Kaserne Coëtquidan zur Verfügung gestellt; die Einheit wurde von französischer Seite jedoch nur sehr langsam und wiederwillig mit neuen Fahrzeugen und allgemeiner Ausrüstung versorgt. Dies änderte sich erst im May 1940, nachdem die Deutschen Truppen mit dem Angriff gegen die Beneluxstaaten und Frankreich begonnen hatten. In nur wenigen Tagen war die Brigade endlich vollständig ausgerüstet und wurde an die Front in der Champagne gebracht. Dort nahmen sie an Gefechten nahe Sant Bond teil und führten den erfolgreichen Gegenangriff auf Montbard um den Ort wieder einzunehmen. Der Mangel an Treibstoff und Munition zwang die Brigade jedoch ihre Fahrzeuge aufzugeben. Am 18. May entschloss sich Maczek dazu die Einheit aufzulösen und befahl seinen Truppen nach Süden zu marschieren. Die meisten seiner Männer konnten erfolgreich nach Groß Britannien evakuiert werden.

In England wurde aus den Neuankömmlingen schnell das 1. Polnische Korps gebildet, welches man dann in Schottland stationierte um dort die Küste gegen die vermutete deutsche Invasion zu verteidigen. Wieder einmal durfte Maczek das Kommando übernehmen. Nachdem die Bedrohung einer Invasion durch das Beenden der Luftschlacht um England gebannt worden war, begannen sich die Polen für die Gründung einer vollständigen, polnischen Panzerdivision stark zu machen. Dieses Unterfangen wurde am 25. Februar 1942 in die Tat umgesetzt und die 1. Polnischen Panzerdivision an ihren Befehlshaber General Władysław Sikorski übergeben. Es bestand aus der 10. Motorisierten Kavalleriebrigade, einem Aufklärungsregiment, der 16. Panzerbrigade, sowie eigenen Artillerieeinheiten, Pionieren und Versorgern. Anfangs rüstete man sie mit Panzern des Typs Covenanter und Valentine aus um sie zu trainieren. Den Oberbefehl erhielt der nun beförderte Brigadegeneral Maczek.

Vor der Invasion der Normandie vollzogen sich zwei wichtige Ereignisse innerhalb der Division. Erstens wurde die Division der 1. Kanandischen Armee unterstellt, die Teil der von Feldmarschall Bernard Montgomery geführten 21. Armeegruppe war. Zweitens wurde die Division mit neuen Panzern ausgerüstet – den Großteil bildeten Panzer des Typs Cromwell, leichte Panzer M5A1 Stuart und verschiedenen Derivaten des M4 Sherman – vorwiegend M4A4 und Sherman „Firefly“. Die Einheit nahm nicht an der ersten Welle der Invasion teil, traf jedoch kurz danach im Zeitraum Juli/ August in Frankreich ein.

Shermans der 1. Polnischen Panzerdivision
am Anfang von Operation Totalise.
Normandie-Kampagne, 1944.

Am 8. August 1944 war die Einheit Teil der Operation „Totalize“ des 2. Kanadischen Korps. Ihre Aufgabe war die Raumgewinnung in Richtung Falaise um die Einkesselung der deutschen 7. Armee abzuschließen. Dieses Zeil konnte allerdings nicht erreicht werden. Am 14. August griffen die Alliierten im Zuge der Operation „Tractable“ erneut an. Diesmal passierte es, dass nach vier verstrichenen Tagen des Kämpfens entlang des Flusses Dives, Maczek eine Lücke in der deutschen Verteidigung entdeckte. Er teilte daraufhin seine Einheit in zwei und stieß mit ihnen durch die Lücke. Die erste Gruppe nahm eine strategisch wichtige Kreuzung nahe der Stadt Chambois während dich die zweite Gruppe auf den Hügeln von Mont Omel (bekannt als der „Club“) in eine Verteidigungsstellung begab. Die Deutschen begannen zeitnah mit dem Gegenangriff in der Hoffnung den Durchbruch zu erzwingen. Der kritische Moment war, als die Polen zeitgleich von drei Seiten angegriffen wurden, nicht nur von der 7. Armee, sondern auch von dem 2. SS Panzerkorps. Die umzingelten Polen kämpften tapfer und dank der Versorgung aus der Luft durch ihre Verbündeten wankten sie nicht. Am 21. August konnte die 4. Kanadische Panzerdivision endlich zu ihnen aufschließen und den Druck von ihren Schultern nehmen. Die Schlacht um Falaise endete so mit einem Sieg der Alliierten.

Nachdem Falaise genommen war schloss sich die Division der alliierten Offensive auf die Beneluxstaaten an. Am 6. September 1944 betraten die Belgien und befreiten nach heftigen Straßenkämpfen die Stadt Ypres. Die Einheit zog dann weiter nach Norden, befreite die Stadt Ghent und gelangte kurz darauf nach in die südlichen Niederlande. Hier hatten sich die deutschen Verteidiger jedoch eingegraben und verlangsamten den Vormarsch erheblich. Ohne Rücksicht auf die Polen marschierten Briten und Kanadier weiter. Die Division nahm später an den Befreiungen von Breda und Moerdijk teil und beteiligte sich an den Kämpfen nahe Terneuzen bevor das Jahr sich dem Ende neigte. Im April 1945 kämpften sie Seite an Seite mit den anderen Alliierten Einheiten beim letzten Angriff auf Nazideutschland. Hier sollten sie noch ein Gefangenenlager nahe Oberlagen befreien wo die weibliche Heimatarmee, die an den Kämpfen beim Aufstand in Warschau teilgenommen hatten, interniert waren. Ihren Marsch beendete die Division bei der Marinebasis der Kriegsmarine in Wilhelmshaven, wo sie nicht nur die Basis sondern auch ihre gesamte Garnison am 5. May 1945 übernahmen. Nach dem Ende des Krieges diente die Einheit noch als Friedenstruppe in Nordwest Deutschland bis 1947. Danach wurde die Einheit wieder nach England gebracht und schlussendlich aufgelöst.

Autor: Adam “BONKERS” Lisiewicz


Mit einem kommenden Update werden wir das Abzeichen der 1. Polnische Panzerdivision hinzufügen:

Abzeichen von Branislav 'InkaL' Mirkov


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