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Die Luftwaffe Südafrikas
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'Spitfire Mk Vc der SAAF, 2. Geschwader', Tarnanstrich von _Mirage | hier herunterladen


Die Luftwaffe Südafrikas trat in die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges als Ahnen des South African Aviation Corps (SAAC) ein, welches während des Ersten Weltkrieges gegründet worden war. Nachdem sie in Europa ausgebildet worden waren, schlossen sich die Piloten des SAAC den Kämpfen um das deutsche Südwest-Afrika an und kehrten nach dem Ende der dortigen Kampfhandlungen an die Westfront zurück. Einige Piloten des SAAC nahmen sogar an kämpfen während der russischen Revolution teil.

Besatzung des No. 16 Squadron SAAF
und No. 227 Squadron RAF sitzen
vor einem Bristol Beaufighter
in Biferno, Italien

Gegründet wurde die SAAF (South African Air Force) am 1. Februar 1920 unter dem Leiter der Flugdienste Colonel Pierre van Reyneveld. Der Fliegerhorst Zwartkop sollte erste Heimat der SAAF werden, und dort wurden etwa 100 Flugzeuge aus britischen Beständen geliefert. Die nächsten etwa 15 Jahre wurden mit Strukturierung und Training für Mensch und Material verbracht, so dass man sich von einem Geschwader im Jahre 1923 auf vier Geschwader im Jahre 1934 hocharbeitete. 1935 vollzog die SAAF dann ein Entwicklungsprogramm, das sie um zwei weitere Geschwader wachsen lassen sollte. Und doch war sie, als 1939 der Ruf zu den Waffen erfolgte, noch längst nicht das, was man als moderne Luftstreitkraft bezeichnen hätte können. Ausgerüstet mit veralteten Modellen des Typs Hawker Hartebeest, Hart und Westland Wapiti, merkte die SAAF das sie zudem unterbesetzt war und für ihre bestehenden Piloten nicht genügend Flugzeuge zur Verfügung hatte. Nahe der Verzweiflung ließ man nichts unversucht um neue, modernere Flugzeuge zu akquirieren, während hastig neue Trainingsstätten und Schulen geschaffen wurden.

Den Bedarf nach Training für Piloten fremder Länder auf der ganzen Welt erkennend, schuf die RAF in Zusammenarbeit mit der SAAF den Joint Air Training Scheme (Vereinter Plan zur Ausbildung von Flugzeugbesatzungen), was es der SAAF sowohl ermöglichte das Training der eigenen Piloten zu maximieren, als auch ihren Beitrag zur Verteidigung des Commonwealth beizutragen, indem man seinerseits Piloten aus anderen Teilen des Commonwealth ausbildete.

Anfangs bestand die Aufgabe der SAAF darin den südlichen Teil Afrikas zu verteidigen und die Seewege durch den Suezkanal und um das Horn von Afrika aufrecht zu erhalten. Bald jedoch wurde die SAAF in den Osten Afrikas versetzt um die Vorstöße der Italienischen Faschisten zu stoppen und vor allem sich der Regia Aeronautica entgegenzustellen.

Ausgerüstet mit Gloster Gladiator, Fury und den nun urtümlich anmutenden Hawker Hartebeets nahm es die SAAF über dem Gebiet auf welches als Italienisch-Ostafrika bekannt war und aus dem heutigen Somalia, Eritrea und Somaliland bestand. In den Anfängen dominierte die Regia Aeronautica die SAAF, doch der Mangel an Treibstoff und Ersatzteilen reduzierte die Anzahl an Flugzeugen über die die Italiener verfügten bald drastisch. Schon bald konnte die SAAF die Oberhand über den Luftraum gewinnen, was zeitgleich das Ende der Operationen der Bodentruppen und das Ende von Italienisch-Ostafrika bedeutete. Letzte Gefechte fanden in Gonder statt und wurden im November 1941 dann endgültig beendet.

Supermarine Spitfire Mark VCs
des No2 Sqdrn SAAF fliegen an
der Adriaküste entlang

Mit der Beendigung der Kampagne in Ostafrika begannen die Gefechte im Norden an Intensität zuzunehmen; Flugzeuge des 12. Und 24. Geschwaders verfolgten das Afrikakorps durch die Sahara von Gazala bis nach El Alamein. Zu dieser Zeit flog die SAAF verschiedene Typen der Hurricane, Spitfire und Kittyhawk, mit denen sie sich auf Augenhöhe mit deutschen und italienischen Jägern duellierten während mittlere Bomber der Typen Boston, Maryland und Marauder Angriffe auf Bodentruppen durchführten. Als Teil der Desert Air Force (Wüstenluftwaffe) war die SAAF ein essentieller Bestandteil der Operationen die zur Niederlage der Luft- und Bodentruppen der Achse in Afrika führten. Zeitgleich zu den Operationen in Nordafrika nahm die SAAF weiterhin an der Operation Ironclad, der Eroberung Madagaskars und an Aufklärungsmissionen an der Küste zwischen dem Horn von Afrika und dem Mittelmeer teil. Neben den verschiedensten Typen von Jägern setzte die SAAF auch mittlere und schwere Bomber während ihrer Operationen ein. Von der Unterstützung durch Nachschubabwürfe für die Widerstandskämpfer in Warschau im Jahre 1944 bis hin zu Angriffen auf das faschistische Italien mit schweren Bombern oder Jagdbombern gegen Punktziele, die SAAF bewies immer wieder wie flexibel sie war.

Als der Konflikt in Korea eskalierte, war auch die SAAF bestrebt ihren Platz an der Seite ihrer internationalen Verbündeten einzunehmen und stellte Piloten und Flugzeuge. So kamen F-51D Mustangs  und eine kleine Zahl F-86F der SAAF zum Einsatz im Kampf um die Lufthoheit in Korea und im Kampf gegen Bodenziele; einige der Letzten Angriffe auf Fliegerhorste Nordkoreas wurden durch Flugzeuge der SAAF ausgeführt.

Auch heute noch stellt die SAAF die Sicherheit des Luftraumes über dem afrikanischen Kontinent sicher, stets bereit die Republik Südafrika und den Frieden der Länder der Afrikanischen Union auf dem gesamten Kontinent zu schützen.

Autor: Aaron “anglomanii’ Lentz


Mit einem kommenden Update werden wir das Abzeichen der SAAF von 1947 hinzufügen:

Abzeichen von Colin 'Fenris' Muir


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