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Die Luftwaffe des Irak
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'Irakische Mig-15bis of 5 Sqn, IrAF', Tarnanstrich von Stylus_Waffe | hier herunterladen


Die irakische Luftwaffe (القوة الجوية العراقية; Al Quwwa al Jawwiya al Iraqiya) wurde 1931 unter dem Namen Royal Iraqi Air Force (abgekürzt RIrAF) gegründet. Zu dieser Zeit hatte der Iraq seit 1920 ein Mandat im Völkerbund, welches aber vom Vereinigten Königreich verwaltet wurde. Die ersten irakischen Piloten absolvierten ihre Ausbildung in Großbritannien an der Pilotenschule RAF College Cranwell. Der Tag der Rückkehr der Piloten in den Irak, der 22. April, gilt als Gründungstag der RIrAF. Die Erstausrüstung der neugegründeten Luftstreitkraft waren hauptsächlich Flugzeuge aus Großbritannien, wie die Hawker Fury, ein Doppeldecker-Jagdflugzeug oder die Hawker Audax, ein Aufklärungsflugzeug. Nachdem der irak seine Unabhängigkeit als Königreich Irak erlangte, erwarb die RIrAF einige italienische Flugzeugmuster, wie das Erdkampfflugzeug Breda Ba.65 und den Bomber Sovia-Marchetti SM.79 Sparviero. jedoch war die Luftwaffe nur sehr klein, da der Hauptteil des Militärbudgets an die irakische Armee ging. 1936 bestand die RIrAF aus lediglich 37 Piloten und 55 Flugzeugen.

Eine irakische Hawker
Audax ("Nisr")

Der erste operationelle Einsatz der RIrAF erfolgte 1934, wärend des Aufstandes von einigen Stämmen im Südirak, wo die RIrAF auch den ersten Verlust im Kampfeinsatz beklagen musste. Der erste konventionelle Konflikt, der Englisch-Irakische Krieg von 1941, endete aber noch schlimmer für die irakischen Flieger. Zu der Zeit bestand die RIrAF aus knapp 120 Flugzeugen und nur halb so vielen Piloten - der Fuhrpark bestand aus den bereits erwähnten Ba.65 und SM.79, aber auch aus de Havilland Tiger Moth Schulflugzeugen und leichten Bombern vom Typ Northrop A-17. Die meisten von ihnen wurden durch britische Luftangriffe zerstört und die RIrAF als Streitkraft hörte praktisch auf zu existieren. Zur gleichen Zeit schloss die Putschisten ein Abkommen mit Deutschland ab, da die deutschen offiziellen Interesse an einem unabhängigen Irak hatten und sandten Kriegsmaterial an die Rebellen, darunter auch moderne Flugzeuge.

Insgesamt erreichten 30 deutsche Flugzeuge als Teil der deutschen Militärmission Sonderstab F den Irak, mit Flugzeugen wie der Schlachtflieger Messerschmitt Bf 110, Bomber vom Typ Heinkel He 111 und Junckers Ju 52 Transportflugzeuge. Alle Flugzeuge dieser Einheit, Luftkommando Irak (zu Beginn Sonderkommando Junck) genannt, hatten irakische Hoheitszeichen, wurden aber durch deutsche Piloten unter dem Kommando von Oberst Werner Junck geflogen. Diese Flugzeuge erreichten einige Erfolge gegen die Royal Air Force in der Region, aber litten unter den Verlusten, schlechtem Treibstoff, dem Mangel an Ersatzteilen und den konstanten Angriffen der Briten. Ende Mai 1941 leiteten die Briten eine Offensive gegen Bagdad ein und als sie die Basis des Luftkommandos Irak in Mosul erreichten, wurde das gesamte deutsche Personal am 29. Mai mit nur zwei verbliebenen He 111 evakuiert. Kurz danach wurden die Putschisten im Irak besiegt.

Ein Schlachtflieger Breda Ba-25
mit seiner irakischen Crew

Nach dem Englisch-Irakischen Krieg lag die RIrAF in Trümmern. Der Wiederaufbau lief nur schleppend voran und als der Palästinakrieg 1948 ausbrach, nahm der Irak daran als Gegner von Israel Teil, die RIrAF spielte dabei aber nur eine geringe Rolle. Wärend des Konfliktes erstand die RIrAF Hawker Sea Fury F.Mk. 1 Kolben-Jagdflugzeuge, eines davon konnte einen Bomber vom Typ Boeing B-17 Flying Fortress der Israelis abschießen.

Wärend der 50er Jahre stieg die RIrAF in das Jetzeitalter ein mit der Erwerbung von de Havilland Vampire und Hawker Hunter Jagdflugzeugen 1953. Der Import von Flugzeugen aus dem Westen endete jedoch mit dem Putsch von 1958, als die Monarchie gestürzt wurde und die Republik Irak ausgerufen wurde. Die neue Regierung brach ihre politischen Beziehungen mit dem Westen ab und wendete sich dem Warschauer Pakt unter der Führung der Sowjetunion zu. 

Die nun umbenannte Irakische Luftwaffe (IQAF) erhielt nun sowjetische Flugzeugmuster wie Mikujan-Gurewitsch MiG-17 Jagdflugzeuge oder Iljuschin Il-14. In den Jahren danach folgten MiG-19 und MiG-21 Jagdflugzeuge. 1963 erfolgte ein weiterer Putsch und der Irak wendete sich auch wieder der NATO zu und weitere Hawker Hunter wurden geliefert. Zu der Zeit bestand die IQAF aus neun Staffeln, 6 davon waren Jagdfliegerstaffeln.

Irakische De Haviland Dragon

Wärend des Sechstagekrieges 1967 unterstützten irakische Piloten die jordanischen Truppen und beanspruchten 12 abgeschossene israelische Flugzeuge. Im folgenden Jom-Kippur-Krieg 1973 gaben die irakischen Piloten 21 Abschüsse von israelischen Flugzeugen im Luftkampf an. Zur gleichen Zeit wurden eine Menge sowjetischer Flugzeuge weiterhin an den irak geliefert, darunter Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-7 und Tu-22 Überschallbomber. Ein weiterer großer Konflikt war der Erste Golfkrieg zwischen dem Irak und Iran 1980-1988, in dem fast 1000 Luftkämpfe stattfanden, auch zwischen Kampfhubschraubern. Die IQAF verloren 270 Luftfahrzeuge und schossen 70 Gegner ab. Der berühmteste irakische Kampfpilot dieser Zeit war Mohammed Rayyan, sein Spitzname lautete Himmelsfalke - er flog MiG-21PF und später MiG25P Jagdflugzeuge, und beanspruchte 10 Abschüsse zwischen 1980-1981 für sich, bevor er im Kampf mit iranischen F-14 1986 fiel.

Im August 1990 war die IQAF mit mehr als 750 Kampfflugzeugen die größte Luftwaffe in der Region. Jedoch nach dem Zweiten Golfkrieg hatten nur eine Su-24 und eine Staffel MiG-25 Jagdflugzeuge den Konflikt überstanden, der Rest wurde zerstört, versteckt oder evakuiert.

Heute besitzen die Luftstreitkräfte des Irak moderne F-16 Jagdflugzeuge aus den Vereinigten Staaten und werden zusammen mit Su-25 Erdkampfflugzeugen und einer Flotte von Helikoptern wie die Mi-35, Mi-28 oder UH-1 bedient.


Author: Jan “RayPall” Kozák


Mit einem der kommenden Updates werden wir das Abzeichen
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Abzeichen von Colin 'Fenris' Muir


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