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Kampf um Malta
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Von 13:00 MESZ am 12. Juni bis 09:00 MESZ am 15. Juni

Nimm an den historischen Ereignissen über Malta teil: 

Arcade-Schlachten: Luftüberlegenheit über Malta

Realistische Schlachten: Operation Malta

Simulator-Schlachten: Abfangen des Konvois

Die Missionen sind für alle Luftschlacht-Spielmodi verfügbar und können im Menü
'Ereignisse & Turniere' unter 'Historische Ereignisse' gefunden werden.


Während der Schlacht um England gelang es der RAF, den deutschen Bomberverbänden und Jagdstaffeln schwere Verluste beizubringen. Trotzdem wurden schnell Mängel bei der Schlagkraft der Bewaffnung der RAF-Jäger deutlich. Die zwei wichtigsten Jäger der RAF, die Supermarine Spitfire und die Hawker Hurricane waren mit acht in den Flügeln montierten 7,7 mm Browning-Maschinengewehren bewaffnet. Obwohl diese Waffen eine gute Feuerrate hatten und anfangs gegen die feindlichen Jäger ausreichend waren, stellten die Briten bald fest, dass sie mit dieser Waffe Probleme mit den deutschen Bombern bekamen. Die deutschen Bomber wie die Heinkel He 111 und der Junkers Ju 88 waren in ihrer tragenden Struktur, den Treibstofftanks und im Bereich der Besatzung verhältnismäßig gut geschützt und recht stabil gebaut. Den Maschinengewehren mit Gewehrkaliber die in dieser Phase des Krieges eingesetzt wurden, fehlte die Feuerkraft um die Bomber entscheidend zu beschädigen. In vielen Fällen waren die deutschen Bomber trotz Mannschaftsausfällen und von Bug bis Heck durchlöchert und manchmal nur mit einem Triebwerk trotzdem in der Lage auf ihre Basen zurückzukehren.

Doch die Briten hatten zu dieser Zeit bereits eine geeignete Waffe mit einem 20 mm Kaliber – die Hispano-Suiza HS.404. Dies war eine französische Waffe deren Lizenz gekauft worden war und under der Bezeichnung Hispano Mk.I produziert wurde. In dieser frühen Version wurde die Munition in einem 60 Schuss Trommelmagazin mitgeführt. Die Mk.I war in den Nachtjägern Westland Whirlwinds und Bristol Beaufighter montiert und ermöglichte es diesen, die deutschen Bomber relativ schnell zu zerstören. Es wurde entschieden, diese Waffe auch in die Spitfires und Hurricanes zu montieren. Bei der Spitfire war für diese Kanonenbewaffnung eine Änderung der Tragflächen nötig. Darum wurde die Tragfläche Typ B entwickelt. Im Gegensatz zum Typ A war der Typ B in der Lage zwei Hispano MK.I Maschinenkanonen und vier 7,7 mm Maschinengewehre aufzunehmen. Die Kanonen mussten aber auf die Seite gelegt werden, da die Position des Magazins auf der Oberseite der Waffe sonst nicht in den Flügel gepasst hätte.

Wie auch bei den Whirlwinds und Beaufighters waren die Kanonen mit einem Trommelmagazin versehen. Dies erlaubte nur 60 Schuss Munition pro Waffe. Spitfires die mit diesen Kanonen ausgerüstet waren, wurden als Spitfire Mk.1b bezeichnet. Die ersten Maschinen dieser Variante waren 1940 im aktiven Einsatz. Dieser frühe Einsatzversuch der Hispano erwies sich aber als sehr unzuverlässig. Die Kanone verklemmte bei Kampfmanövern recht häufig und hatte oft auch nach nur ein paar Schüssen Ladehemmung oder feuerte nur stotternd. Diese Probleme führten bei der RAF zu dem Schluss, diese Waffe wäre ungeeignet und die Spitfire Ib wurden wieder zur Ia zurückgebaut. Das gleiche passierte mit den mit Kanonen bewaffneten Varianten der Hurricane. Diese wurden zur Mk.Iib Variante mit 12 Maschinengewehren zurückgerüstet. Die Arbeiten an der Hispano gingen aber weiter und bis Ende 1940 wurde die Hispano Mk.I soweit modifiziert, dass sie als „b“ bezeichnet wurde und als zuverlässig genug galt, um wieder auf der Spitfire Mk.I und der verbesserten Mk.II montiert zu werden. Diese wurden dann mit dem Suffix „b“ bezeichnet was auf den „B“-Flügel hinwies. Langsam aber sicher wurden die Hispanos zur Standardbewaffnung der Spitfire und die Spitfire Mk.Iib und die verbesserte Mk.Vb waren damit ausgüstet. Die Tropenversion der Mk.Vb ist auch in War Thunder zu finden.

Als nächstes wurde die Aufmerksamkeit der Ingenieure auf die geringe Kapazität der Trommelmagazine gelegt. 1941 entwickelte das Unternehmen Martin-Baker einen geeigneten Bandvorschubmechanismus für die Hispano und erschuf damit die Hispano Mk.II. Diese Waffe wurde über Munitionskisten geladen und die Munitionskapzität wurde auf 120 Schuss pro Waffe verdoppelt. Außerdem wurde im Oktober 1941 eine weitere Tragflächenvariante eingeführt. Dieser wurde als „C“-Flügel oder auch Universalflügel bezeichnet und erlaubte die Montage von acht 7,7 mm Maschinengewehren oder zwei Hispanos und vier Maschinengewehre oder auch vier Hispano-Kanonen. Die erste Spitfire mit diesem Flügel war die Spitfire Mk.Vc und auch diese findet sich in War Thunder wieder.

Die Hispano Mk.II diente nun als Standardwaffe für alle zukünftigen Varianten der Spitfire und auch für weitere britische Jäger wie zum Beispiel der Typhoon Mk.Ib und der Hurricane Mk.Iic. Die Entwicklung der Waffe wurde aber fortgeführt. Dazu gehörten Verbesserungen wie die Verkleinerung der Waffe, Verbesserungen an der Kammer und Änderungen bei der Schmierung der Waffe. Der Höhepunkt der Entwicklung stellte die Hispano Mk.V dar. Dieser fehlte zwar ein elektrischer Spannmechanismus, (Darum musste die Waffe bei der Vorflugkontrolle immer vorgespannt werden.), dafür hatte sie aber einen kürzeren Lauf, eine größere Feuerrate und eine weitere Gewichtsreduzierung. Dies war für die Verwendung als Bewaffnung für Jagdflugzeuge. Die Hispano Mk.V wurde auf den von Rolls Royce Griffon Motoren angetriebenen Hochleistungsvarianten der Spitfire, wie der Mk.22, der Mk.24 und der Seafire FR.47 montiert. Alle diese Spitfires sind ebenfalls in War Thunder anzutreffen.

Einer der bekanntesten Kampfhandlungen von mit Kanonen bewaffneten Spitfires war die Belagerung von Malta. Das im Mittelmeer gelegene Malta hatte einen unschätzbaren strategischen Wert und wurde damals von den Briten gehalten. „Der „unsinkbare Flugzeugträger“ wie die Insel oft genannt wird, ermöglichte es der RAF, den Schiffsverkehr und den Nachschub der Achsenmächte über das Mittelmeer nach Nordafrika empfindlich zu stören. Aus diesem Grund waren verheerende Luftangriffe auf Malta geplant. Diese sollten möglichst viele der britischen Streitkräfte auf der Insel vernichten. Der Angriff begann am 1. Juni 1940. Die Kräfte der RAF bestanden zu diesem Zeitpunkt vor allem aus Jägern der Typen Hawker Hurricane und Gloster Gladiator. Allerdings wurde die Gladiator ab 1940 fortlaufend durch die Hurricane ersetzt. Die britischen Verteidiger konnten sich aber gegen die zahlenmäßig überlegenen italienischen Streitkräfte behaupten. Bis Ende 1945 wurden 45 italienische Flugzeuge abgeschossen und die Briten konnten ihre eigenen Verluste durch Schiffslieferungen ersetzen. Diese waren für die Verteidiger entscheidend , durch die Lage der Insel und die italienischen Angriffe kam die Lieferung von Ersatzteilen ins stocken und viele der Hurricanes mussten wegen Wartungsproblemen am Boden bleiben.

Ab Januar 1941 verschlechterte sich die Situation für die Briten zusehends, als die deutsche Luftwaffe in den Kampf eingriff. Die erfahrenen deutschen Kampfpiloten errangen bald die Lufthoheit über der Insel und deutsche Bomber griffen die allierten Schifffahrtsrouten an um die Verteidiger buchstäblich auszuhungern. Doch trotz der schweren Verluste der Briten bei ihren Schiffen und Flugzeugen hielten sie den Kampf aufrecht. Das erwies sich durch die den Hurricanes überlegenen und moderneren deutschen Bf 109 als zunehmend schwierig.

Daher wurde beschlossen, Spitfires nach Malta zu verschiffen. Die ersten Lieferungen von Spitfire Mk.V begannen im März 1942 und mit ihrem Auftreten auf dem Schauplatz Malta wurde der Kampf sehr viel ausgeglichener. Die Mk.V war in der Lage, der Bf 109 F auf Augenhöhe gegenüberzutreten. Trotzdem erlitten die britischen Spitfires schwere Verluste. Allerdings wurden viele von ihnen von deutschen Bombern am Boden zerstört und dann für Ersatzteile ausgeschlachtet. Aber auch die Achsenmächte erlitten Verluste und der ständige Kampfeinsatz begann auch bei den deutschen und italienischen Luftstreitkräften seinen Tribut zu zollen.

Die Situation der britsischen Verteidiger verbesserte sich durch die Ankunft von Keith Park, der Maltas vorherigen RAF Kommandanten, Hugh Lloyd ablöste. Park sprach sich für eine offensivere Verteidigung Maltas aus und mit genügend Spitfires unter seinem Kommando, konnte er die Bomber der Achsenmächte bereits vor dem ereichen Maltas abfangen und deren Formationen brechen. Als die Deutschen dies konterten, indem sie einen Jägerschirm vor die Bomber legten, reagierte Parks mit der Anweisung auf unter 1900 Metern zu bleiben. Obwohl die Spitfires damit keinen anfänglichen Höhenvorteil hatten, zwang er die deutschen Jäger damit abzutauchen und den Briten auf Höhen zu begegnen der den Spitfires besser lag.

Die Belagerung wurde schließlich im November 1942 abgebrochen. Trotz schwerster Verluste an Schiffen und Flugzeugen, konnten sich die Briten durchsetzen. Die Präsenz der Luftwaffe und der Regia Aeronautica in der Region war stark dezimiert worden und konnte darum die benötigte Luftunterstützung in Nordafrika nur noch ungenügend erbringen. Während den erbitterten Luftkämpfen über Malta konnten sich die Spitfire Mk.Vb und Mk.Vc, sowie die ältere aber immer noch zuverlässige Hurricane trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit und dem Mangel an Ersatzteilen behaupten. Die Belagerung von Malta kann zurecht als eine der Sternstunden sowohl der Spitfire, als auch der RAF insgesamt betrachtet werden und spielt eine wichtige Rolle beim letztendlichen Sieg der Alliierten in Europa.


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