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Die Königlich Kanadische Luftwaffe
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'F2H-3 Banshee, Einheit: VF870, RCN Serie: 112', Tarnanstrich von Enzofer | Hier herunterladen!


Während des Ersten Weltkrieges heuerten fast 22800 Kanadier bei den britischen Lufstreitkräften an, da es keine kanadische Luftwaffe gab. Einige von ihnen, wie William Bishop, William Barker oder Raymond Collishaw schafften es sogar Fliegerasse zu werden, doch jeder Versuch eine eigene nationale Luftwaffe aufzustellen schlug fehl, da die kanadische Regierung dies nicht unterstützte. Es dauerte bis zum 17. Mai 1920, als die Canadian Air Force (CAF) als eine Art Miliz gegründet wurde. Aber am 1. April 1924 wurde diese in eine reguläre Truppe reorganisiert und hieß von nun an Royal Canadian Air Force (RCAF; engl. Königlich Kanadische Luftwaffe).

Flug- und Bodenpersonal des No. 428 Squadron
vor einem RCAF Lancaster-Bomber

Ursprünglich war es weitgehend eine Friedensorganisation, mit einem knappen Gefechtstraining in den Methoden des Ersten Weltkrieges. Die Flieger wurden nur in kurzen Aufklärungflügen und in der Artilleriebeobachtung geschult, ansonsten war nur ein kleiner Teil der RCAF militärischer Natur, da Kanada wenig bis kein Interesse an den Streitkräften unter dem Eindruck der Schrecken des noch nicht lang vergangenen Ersten Weltkrieges hatte. Die Hauptaufgaben der RCAF bestanden deshalb in Einsätzen im Rahmen des sogenannten “Civil Government Air Operations”-Programm gegen Schmuggel, Waldschutz und die experimentelle Entwicklung für Motoren und Schmierstoffe, um den harten kanadischen Winter zu widerstehen. Erwähnenswert ist auch die Postzustellung der RCAF, da kanadische Piloten die Pioniere der Luftpost waren. Die größte Anzahl an Luftfahrzeugen stellten in den 1920er Jahren Flugzeugtypen wie das Avro 504 Trainingsflugzeug, gefolgt vom Curtiss HS-2L Flugboot.

In den 1930er Jahren schlug die Weltwirtschaftskrise zu und auch Kanada blieb nicht von ihr verschont. Weitreichende Budgetkürzungen verursachten eine starke Verkleinerung der Aktivitäten der RCAF. Fünf Jahre später stieg das Budget wieder auf annähernd alte Werte und die RCAF wendete ihr Interesse immer mehr den militärischen Aufgaben zu, da der Krieg mit den Achsenmächten immer wahrscheinlicher wurde. Trotz der Anstrengungen die RCAF für den Krieg zu rüsten, hatte sie bei Ausbruch des Krieges am 1. September 1939 gerade mal 4000 Mann aktives Personal und 195 Flugzeuge, die meisten veraltet und nur eine kleine Anzahl war für den Kampeinsatz zu gebrauchen. Diese relativ kleine Streitkraft für einen modernen Krieg zu rüsten war eine enorme Aufgabe, aber Kanada stellte sich dieser Herausforderung.

An den weitläufigen, ungenutzten Küsten wurde eine Kette von Basen für Flugboote eingerichtet, auf denen über 300 Marinebomber und Jäger stationiert waren, wie Lockeed Hudsons und Hawker Hurricanes. Diese Kräfte hatten die Aufgabe, die kanadische Küste und die alliierten Konvois gegen deutsche U-Boote zu schützen. Als Frankreich im Frühling 1940 kapitulierte, wurde die No. 1 Fighter Squadron (engl. 1. Jagd-Staffel) als einzige modern ausgerüstete kanadische Jagdstaffel nach Übersee verlegt, um die Royal Air Force in der Luftschlacht um England zu unterstützen. Auch meldeten sich einige kanadische Piloten bei der RAF selbst. Kanada trat auch dem “British Commonwealth Air Training Plan” bei und bald wurden tausende Piloten der RCAF zusammen mit anderen Alliierten in einem Netzwerk von Trainingsflugplätzen und Flugschulen, über ganz Kanada verteilt, ausgebildet. Mehr als 131000 Piloten wurden in Kanada ausgebildet, 70000 davon waren Kanadier. Der Großteil dieser Piloten wurde dann in Übersee eingesetzt – in Afrika, Burma, Ceylon, Indien, im Mittelmeerraum, Malta und an anderen Schauplätzen.

Das Personal der RCAF flog alle möglichen Flugzeugtypen – von Transportflugzeugen bis hin zu schweren Bombern. Die größte kanadische Einheit war die No. 6 (RCAF) Group, die unter dem Oberbefehl des Royal Air Force Bomber Command war – diese Einheit bestand aus 14 RCAF Bomberstaffeln, ursprünglich mit Bombertypen Vickers Wellington und Handley-Page Halifax, und später mit Avro Lancasters ausgerüstet. Zwölf Staffeln der RCAF dienten unter dem RAF Fighter Command, und wurden von ihren Hurricanes und Sea Hurricanes auf P-40 Kittyhawks/Tomahawks/Warhawks und Spitfires umgerüstet.

'RCAF Lancaster des 419. Squadron VR-R "Ropey"', Tarnanstrich von MightyArrow | Hier herunterladen!

Während des Zweiten Weltkriegs zeichneten sich viele einzelne kanadische Piloten aus. Flight Lieutenant George Beurling war mit 31 bestätigten Luftsiegen einer der erfolgreichsten Fliegerasse des Commonwealth, während Flight Lieutenant Richard Audet es mit seiner Spitfire schaffte, in einem einzigen Ausflug fünf deutsche Flugzeuge abzuschießen. Als Bomberpilot schaffte es Flying Officer Kenneth Moore mit seiner B-25 Liberator zwei deutsche U-Boote innerhalb von 22 Minuten zu versenken – eine Leistung, die bis heute unübertroffen ist.

Zwei kanadische Piloten erhielten die höchste Auszeichung des Commonwealth, das Victoria Cross, beide posthum. Das erste wurde an Flight Lieutenant David Hornell verliehen, der es meisterte, mit seinem durch Flugabwehr schwer beschädigten Flugzeug ein deutsches U-Boot zu versenken und dann im Cockpit verblieb, so dass seine Besatzung sicher aussteigen konnte. Das zweite Victoria Cross wurde Pilot Officer Andrew Mynarski verliehen, dessen Bomber getroffen wurde und in Flammen aufging. Ohne nachzudenken warf er sich in die Flammen um den gefangenen Heckschützen zu befreien, während der Rest der Besatzung absprang. Seine Kleidung fing Feuer und der Rettungsversuch des Heckschützen schlug fehl. Mynarski sprang im letzten möglichen Moment selbst ab, aber er war zu schwer verwundet und er starb wenige Stunden später an den Folgen.

Nach dem Ende des Krieges 1945, demobilisierte die RCAF das meiste Personal und viele der Militärbasen wurden in zivile Flugplätze umgewandelt. Nachdem die RCAF in das Zeitalter der Strahlflugzeuge eintrat (mit der Gloster Meteor als erstes Strahlflugzeug), unterstützte sie die Vereinten Nationen im Koreakrieg mit logistischer Hilfe mit eigenen Helikoptern und Transportflugzeugen. Kanada wurde 1951 auch ein wichtiges Mitglied der NATO, und die No. 1 Air Division wurde in Europa stationiert, die ursprünglich mit der Canadair Sabre und CF-100 Jägern ausgerüstet war. Diese Einheit unterstützte die Koalitionstruppen im Golfkrieg (damals mit Flugzeugen vom Typ CF-18 Hornets) und verblieb in Europa bis 1992. Danach nahm die RCAF an Operationen wie in Jugoslawien, Afghanistan, Libyen und anderen teil. Heute ist die Royal Canadian Air Force einer der modernsten Luftstreitkräfte und ist rechtmäßig stolz auf ihr reiches und großes Erbe.

Autor: Jan "RayPall" Kozák 


Mit einem kommenden Update werden wir das Abzeichen
des
 "416. Lynx Squadrons" hinzufügen:

 

 
Abzeichen von Jej 'CharlieFoxtrot' Ortiz

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