Der schwere Panzer JS-3
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Zur Geschichte:

Kurz nachdem die Massenproduktion für den JS-2 begonnen wurde, starteten sowjetische Ingenieure bereits mit der Arbeit an den Plänen für einen neuen schweren Panzer, der den JS-2 in naher Zukunft ersetzten sollte. Ende 1944, kurz nach dem man dem Tiger II erstmals begegnet war, erkannte man die Notwendigkeit eines neuen schweren Panzers umso mehr. Der neue Panzer, in Entwicklung unter der Bezeichnung 'Kirovets-1', sollte über verstärkte Wannen- und Turmfront  bei gleicher Masse und gleichen Ausmaßen wie der JS-2 verfügen. Zwei Konstruktionsbüros kämpften erbittert um den Auftrag: Das Entwicklungsbüro der Fabrik No. 100, geleitet von Zhozev Kotin, sowie das Entwicklungsbüro der Panzerfabrik Chelabinsk, geleitet von Nikolay Dhukov. Beide Teams kamen zu verschiedenen Lösungsvorschlägen – Kotins Projekt sollte der Wanne eine bis dahin ungekannte Form geben: Angewinkelte Panzerplatten an der Front die einen Giebel bildeten, sollten die effektive Stärke der Panzerung erhöhen, ohne dass man sie wirklich hätte verstärken müssen, was zu einem erhöhten Gewicht geführt hätte.

Sowjetischer JS-3 während des 8.'Panzertags'
im Militärisch-technischen Museum Lešany

Das Projekt der Chelabinskwerke stach besonders durch seinen abgerundeten Turm hervor, der Ähnlichkeit mit einer umgedrehten Pfanne hatte. Am Ende wurden entschieden beide Projekte zu einem einzelnen zu vereinen. Der erste Prototyp bekam die Bezeichnung Objekt 703 und wurde im Oktober 1944 fertig gestellt. Bereits nach einigen Tests wurde die Serienfertigung beschlossen. Allerdings waren viele Fabriken noch mit dem Bau des JS-2 ausgelastet und hatten Schwierigkeiten sich an die Produktion eines neuen, weitaus komplexeren Panzers anzupassen. Also musste die Produktion des neuen Panzers verschoben werden und im Mai 1945 waren daher nur die ersten Testmuster verfügbar.

Dies störte die Führung der USSR aber nicht. Der neue Panzer wurde der Weltöffentlichkeit bei der Siegesparade in Berlin am 7. Mai 1945 präsentiert, auch wenn er nicht an den Kampfhandlungen Teil genommen hatte. Für viele Gäste der westlichen Nationen war dieser Panzer ein Schock, die befürchteten, dass er die ultimative Waffe in einem modernen Kriegsszenario darstellen könnte. Die Wirklichkeit hätte aber nicht ferner liegen können. Der JS-3 wurde eher als problematisch empfunden – angefangenen bei ständigen Totalausfällen des Anstriebsstrangs, über durch Spannung verursachte Risse an den Schweißnähten, bis hin zu Problemen mit der Belüftung des Innenraums. Die Rote Armee erkannte die Probleme schnell und veranlasste einen Rückruf aller JS-3 für Reparaturarbeiten und zur Modernisierung. Diese Arbeiten fanden zwischen 1949 und 1952 statt, doch bereits 1959 wurde erneut modernisiert, woraus das Standardmodell JS-3M resultierte.

Aufgrund der kontinuierlichen Probleme und Verzögerungen wurde der JS-3 nie in Kämpfen in Europa während des Zweiten Weltkrieges eingesetzt. Eine geringe Anzahl JS-3 wurden allerdings während der sowjetischen Offensive in der Mandschurei im August 1945 eingesetzt. 1956 wurde der JS-3 zur Niederschlagung von Aufständen in Ungarn eingesetzt, Codename der Operation war „Wirbelwind“. Auch Ägypten setzte JS-3 während des Sechstage-Krieges ein; allerdings gingen fast alle der 100 gelieferten Fahrzeuge durch mechanische Probleme und Feindfeuer verloren. Mit dem Beginn der Ära der Hauptkampfpanzer (MBT) und dem Eintreffen des T-55 bei den Einheiten wurden alle schweren Panzer der sowjetischen Armee eingemottet.


'Josef Stalin 3 der ägyptischen Streitkräfte', Tarnastrich von _IIyJI9_ | hier herunterladen


In War Thunder:

JS-3 in der Röntgenansicht

In War Thunder befindet sich der JS-3 im sowjetischen Forschungsbaum auf Rang V im Ast der schweren Panzer der UdSSR. Momentan beträgt seine Kampfeinstufung 7.0 für alle Spielmodi. Bewaffnet ist er mit dem 12,2-cm D-25T-Geschütz, die gleiche Kanone, die auch JS-2 und der JS-2 Mod. 44 nutzen. Im Gegensatz zu den anderen beiden verfügt der JS-3 aber über die APCBC-Granate B-471D, die auf 100m bis zu 227 mm starke Panzerungen durchschlagen kann. Damit stellt sie eine deutliche Verbesserung gegenüber dem BR-471B-Geschoss dar, welches auf 100 m lediglich 197 mm starke Panzerung durchschlagen kann. Der widerstandsfähigste Teil der Panzerung ist der Giebel an der Front der Wanne, der die effektive Panzerung von 110 mm auf 180-200 mm anhebt, abhängig vom betrachteten Punkt. Die Front des Turms ist mit 250 mm ebenfalls gut gepanzert, dazu kommt der starke Winkel der Panzerung, der es effektiv zu einer 400 mm starken Panzerung werden lässt. Die Seitenpanzerung beträgt 90 mm, verstärkt durch 30 mm, die sich über den Ketten befinden. Der 520 PS starke Motor des JS-3 verleiht ihm eine Maximalgeschwindigkeit von 38 km/h.

Größter Nachteil des JS-3 ist seine lange Nachladezeit und der schlechte vertikale Richtwinkel von nur 3 Grad in der Negativen. Ihr solltet stets versuchen euch nur kurz zu zeigen, einen Rückzugspunkt für eure Nachladepausen eingeplant zu haben und eure Umgebung im Auge behalten um nicht flankiert zu werden. Um nicht eurem Richtbereich zum Opfer zu fallen empfiehlt es sich, Gegner herankommen zu lassen anstatt ihnen nachzustellen. Wenn ihr eurem Gegner gegenübersteht, so versucht eure Wanne nach Möglichkeit nicht anzuwinkeln, denn dadurch verschlechtert ihr den effektiven Panzerungsschutz. Dem JS-3 folgt der JS-4M, der momentanen Spitze der sowjetischen Ingenieurkunst wenn es um schwere Panzer in War Thunder geht.


Autor: Adam “BONKERS” Lisiewicz


Mit einem kommenden Update werden wir das Abzeichen

der 'ägyptischen 4. Panzerdivision' hinzufügen:

Abzeichen von Branislav 'InkaL' Mirkov

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