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Mitsubishi J2M3 Raiden
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'J2M3 Raiden, 352-37, 352. Geschwader, Japan, Basis Kanoya, April 1945', Tarnanstrich von Ayy_Lmao | hier herunterladen


Geschichte:

Im September 1939 gaben die Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte (Dai-Nippon Teikoku Kaigun Kōkū-tai) die Anforderung 14-Shi heraus. Darin wurde ein landgestützter Abfangjäger spezifiziert, der sowohl über eine gute Steiggeschwindigkeit, als auch gute Eigenschaften bei hohen Geschwindigkeiten und eine schwere Bewaffnung zur Bekämpfung von Bombern verfügen sollte – für japanische Verhältnisse war dies eine revolutionäre Konfiguration: Ein Jäger, der über gute Leistung und Bewaffnung, statt großen Einsatzradius und Manövrierfähigkeit verfügen sollte und damit gänzlich anders als die anderen japanischen Jäger seiner Zeit war.

Mitsubishi J2M

Angenommen wurde das Angebot von Mitsubishi unter der Projektbezeichnung M-20. Der Prototype war ein Ganzmetall-Tiefdecker, angetrieben durch ein luftgekühltes Mitsubishi MK4C-A Kasei 13 Sterntriebwerk, das eine Leistung von 1430 PS erzeugte. Die Konstrukteure versuchten die Sicht des Piloten über den bulligen Motor zu verbessern, indem sie die Triebwerksverkleidung möglichst eng an den Motor anpassten. Dadurch wurde eine Zwangsbelüftung über ein Lüfterrad und eine Fernwelle zwischen Motor und Propeller notwendig – selbiges System, das auch bei den deutschen BMW-801-Triebwerken zum Einsatz kam. Die Flügel verfügten über ein Laminarprofil und Fowler-Klappen die den Auftrieb bei geringen Geschwindigkeiten erhöhten und gleichzeitig die Manövrierfähigkeit verbesserten. Bewaffnet war er mit zwei 20 mm Typ 99 Mk.1 Model 3 Maschinenkanonen, die in die Flügel eingelassen wurden. Zusätzlich waren noch zwei 7,7 mm Typ 97 Maschinengewehre in die Triebwerksverkleidung eingelassen. Der Erstflug fand am 20. März 1942 statt und deckte sofort einige Probleme mit dem Konzept auf – die Temperatur des Motors war noch immer zu hoch und auch die Sicht des Piloten waren unbefriedigend. Dazu kamen dann noch Probleme mit dem Mechanismus für das Verstellen des Propellers und starke Vibrationen des Triebwerks. Dennoch wurden die ersten drei Prototypen unter der Bezeichnung J2M1 Raiden („Donnerschlag“) in die Truppe übernommen. Kurz darauf wurde die Nachfolgeversion, J2M2, mit einem stärkeren Triebwerk und strukturellen Verbesserungen in Dienst gestellt.

Der häufigste Vertreter dieses Flugzeugtyps und Thema dieses Artikels ist jedoch die J2M3. Diese Version wurde durch ein Mitsubishi MK4R-A Kasei 23 Sterntriebwerk angetrieben, das in eine verbesserte Verkleidung erhalten hatte. Dieses Triebwerk war mit einer Methanol-Wasser-Einspritzung ausgerüstet und erzeugte eine Startleistung von 1820 PS, die einen Propeller mit vier Blättern antrieben. Auch die Haube wurde überarbeitet: das frontale Windschild bestand nun aus Panzerglas und es wurden weitere Änderungen zur Verbesserung der Sicht des Piloten unternommen. Die Bewaffnung wurde auf vier Kanonen erhöht – eine Typ 99 Mk.1 Maschinenkanone war jeweils an der nach innen gerichteten Seite des Flügels eingelassen und je eine Typ 99 Mk.2 Maschinenkanone mit geringerer Feuerrate befand sich  an der vom Rumpf fortzeigenden Seite. Wenn sie als Jagdbomber eingesetzt werden sollte, konnten an der Raiden zwei 60-kg-Bomben unter den Flügeln an Aufhängungen angebracht werden, die alternativ auch  Abwurftanks mit 200l Füllmenge aufnehmen konnten. Die maximale Geschwindigkeit wurde auf einer Höhe von 5304m erreicht und betrug 655 Km/h, um 6098 m zu erreichen wurde eine Zeit von 5 Minuten und 36 Sekunden benötigt.

Die ersten einsatzfähigen Raidens erreichten die Truppe Ende 1943 und die ersten Gefechte wurden im März 1944 über der Philippinensee geführt. Danach kamen Raidens hauptsächlich bei der Verteidigung der japanischen Heimatinseln zum Einsatz. In den Händen eines geübten Piloten zeigte sie sich als ein effektiver Abfangjäger, der nicht nur in der Lage war für die Bomber vom Typ B-24 Liberator zur Bedrohung zu werden, sondern auch für die weit fortschrittlichere B-29 Superfortress. Obwohl nicht als Kurvenkämpfer konzipiert, konnte sie sich gegenüber amerikanischen Jägern wie P-47, P-51, F4U oder F6F gut behaupten, indem sie diese in ihrer Paradedisziplin besiegte, dem Sturzkampf. Zugute kam ihr hierbei natürlich ihre gute Steiggeschwindigkeit und die überlegene Feuerkraft. Das Fehlen eines Turboladers begrenzte aber ihre Fähigkeiten in großen Höhen und zum Ende des Krieges hin litten die Raidens auch unter schlechter Qualität, sowie dem Fehlen von Ersatzteilen und Treibstoff.

Nur eine geringe Stückzahl von J2M3 wurde gebaut – 281 Flugzeuge (eingerechnet sind die 21 J2M3a-21 Ko mit vier Typ 99 Mk.2 Maschinenkanonen). Einige wurden von amerikanischen Truppen erbeutet und getestet. Das Flugzeug wurde in Berichten positiv erwähnt und insbesonder das gelungene Kühlsystem gelobt.

In War Thunder:

Röntgenansicht der J2M3 in War Thunder

In War Thunder ist die J2M3 Raiden ein japanischer Jäger auf Rang IV mit einer Kampfeinstufung von 5.0. Sie befindet sich im Forschungsbaum direkt hinter den N1K2-J-Jägern von Kawanishi. Wie sein reales Vorbild ist es mit zwei 20 mm Typ 99 Mk.1 Maschinenkanonen (190 Schuss pro Kanone) und zwei Typ 99 Mk.2 Maschinenkanonen (210 Schuss pro Kanone) ausgerüstet, was insgesamt 800 Schuss Munition bedeutet. Zusätzlich können die Aufhängungen erforscht werden, mit denen zwei 60-kg-Bomben mitgeführt werden können.

Die Raiden erreicht auf einer Höhe von 5350 m eine maximale Geschwindigkeit von 635 km/h. Auf Höhe des Meeresspiegels erreicht sie maximal 551 km/h (571 km/h mit Notleistung). Ab etwa 800 km/h werden die Flügel zu stark belastet, was zu Schäden und schließlich zum Bruch führen kann. Um auf 3000 Meter zu steigen benötigt die Raiden 161 Sekunden (135 s mit Notleistung), und sowohl horizontale als auch vertikale Vollkreise sind bei einer Geschwindigkeit von 535 Km/h und vollem Schub nach 20 Sekunden geschafft.

Was den Spielstil angeht, so ist die Raiden ein reiner Energiejäger und man sollte sich nicht in Kurvenkämpfe mit seinen Gegner einlassen – sie ist damit ein Unikum im japanischen Forschungsbaum. Seid ihr ein Veteran in der Fw 190, so werdet ihr euch in der Raiden sofort heimisch fühlen. Im Gegensatz zu seinem deutschen Konterpart ist die Raiden aber ein deutlich besserer Kletterer – voll ausgebaut und mit vollem Schub könnt ihr eure Konkurrenz auf dieser Kampfeinstufung mit Leichtigkeit beim Kampf um Höhe schlagen. Mit Energie- und Höhenvorteil (beides essentiell in der Raiden) und in den Händen eines fähigen Piloten, kann sie ein tödlicher Jäger sein, der ohne Ankündigung von oben auf seine Beute stürzt und sie mit seinen vier Kanonen pulverisiert, nur um dann wieder in der Höhe zu verschwinden. Solltet ihr euch doch in der unglücklichen Lage befinden und euch in einem Kurvenkampf auf geringer Höhe und geringer Geschwindigkeit wiederfinden, so gibt es nicht viel das ihr tun könnt, denn in dieser Situation seid ihr fast allen Gegnern hoffnungslos unterlegen.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn es um das Steigen und die Feuerkraft geht, dann ist die Raiden ein wahres Monster, das seine Energie ausgezeichnet halten kann, aber auch entsprechend geflogen werden will. Obwohl sie kein Flugzeug für Anfänge ist, so kann die Raiden für einen erfahrenen Piloten zu einem mächtigen Werkzeug werden. Schreitet ihr im Ast der Raiden weiter voran, dann erreicht ihr die exotische J7W1 Shinden im Entenflügeldesign; ein Flugzeug mit starker Leistung und vier tödlichen 30-mm-Maschinenkanonen.

Anmerkung: Alle Leistungsangaben beziehen sich auf 'Realistische Schlachten', mit Maussteuerung und automatischer Motorkontrolle bei vollen Treibstofftanks. Die Zeit zum Erreichen der angegebenen Höhen wurde ab Motorstart auf der Rollbahn gemessen. Gestiegen wurde dabei in einem Winkel von 20 Grad.

Autor: Jan “RayPall” Kozák

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