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Die Luftfahrt im Spanischen Bürgerkrieg.
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Il-16 Typ 10 "Super-MOSKA" Tarnanstrich, republikanische Luftwaffe, Spanien, Liria, April 1938


Der Spanische Bürgerkrieg war als solches schon ein furchtbarer Konflikt, der aber noch dadurch weiter angeheizt wurde, dass andere Nationen ihn als Mittel zum Zweck für ihre eigenen politischen Interessen nutzten. Er stellte außerdem einen Ausblick auf das dar, was Europa in nur wenigen Jahren bevorstand; ein Testlauf und Trainingsgelände für die neuen Spielzeuge kommender Anführer im Kampf um Luft und Boden.    

Das Savoia Marchetti SM.81 des 16-G-21,
eine der Gruppen der Aviación Nacional,
die die SM.81s flog

Der Bürgerkrieg brach in Spanien im Jahre 1936 aus, als die, durch Mehrheitswahl instituierte, „loyale“ Fraktion der Republikaner sich begann gegen die rebellierenden „wahren spanischen“ Nationalisten zu verteidigen. Die Möglichkeit ihre Armeen zu erproben lockte Stalin, Hitler und Mussolini in die Runde, mehr noch sogar als jedwede politische oder finanzielle Intention. Die so gewonnen Erfahrungen gestalteten maßgeblich die Zukunft des Kampfes zu Luft und auch am Boden in den Gefechten die der Welt in nicht allzu ferner Zukunft bevorstehen sollten. Die Republikanische Luftwaffe wurde geführt durch Manuel Azaña und wurde von Stalin unterstützt. In ihr dienten vor allem Freiwillige aus der USSR sowie Mexico, Frankreich und einer Hand voll Amerikaner. Zu Beginn der Kampfhandlungen flog man vor allem veraltetes Material und wurde so bald gänzlich deklassiert von den Truppen der Nationalisten. Einige der ersten modernen „Gefechtsflugzeuge“ dieser Zeit waren umgebaute Passagierflugzeuge wie die Douglas DC-2 und DC-1, beide nur geringfügig schneller als die Jäger der Nationalisten. Die Tupolev SB-2 – liebevoll mit dem Kosenamen „Katiuska” versehen- erreichte die Schlacht im Oktober 1936 und war durch ihre hohe Geschwindigkeit den nationalistischen He-51 und Fiat CR.32 weit überlegen. Erst die Einführung neuer Jäger konnte ihr Einhalt gebieten. Ihr folgte kurz darauf die Polikarpov I-15 „Chato“ (Stummelnase) ins Gefecht. Dieser Jäger sollte sich als ungeheurer Schub für die Republikaner herausstellen, da er einen deutlichen Fortschritt bedeutete und den Piloten ermöglichte unter weit besseren Bedingungen zu kämpfen. Gleichzeitig mit der I-15 kamen auch die I-16 „Mosca“ (Hausfliege) (bzw. von den Nationalisten als „Ratte“ bezeichnet) an, welche endgültig die Wende brachten; jedoch machten die begrenzten Stückzahlen es unmöglich den Himmel über Spanien gänzlich zu Dominieren. 1937 erhielten die Nationalisten im Gegenzug die He 112 und Bf 109, gegen die sich die kleine und wendige I-16 aber noch immer behaupten konnte, obwohl sie bedeutend langsamer war. Die Streitkräfte der Republikanr nutzten noch viele weitere Modelle, die wir im Spiel nicht vorfinden können, darunter die Nieuport-Delage NiD 52 (wurde von beiden Seiten genutzt), Dewoitine D.500/510 und D.371, Potez 54/540 und 25, Loire 46, Bloch 210, Breguet XIX, und Amiot 143.

Die Besatzungen der Loyalisten waren nicht minder vielfältig in ihrer Herkunft als die eingesetzten Flugzeuge. Von Freiwilligen aus der Region und anderen Nationen überall auf dem ganzen Globus, bis hin zu hauptsächlich russischen Piloten, welche bereits zu Assen geschmiedet worden und nun den Loyalisten helfen sollten ihrerseits Asse zu schmieden. Manuel Zarauza Clavero war eines dieser Asse in Spanien, ein „über alle Maßen begabter Pilot“ dem man den Spitznamen „piloto fantasma“ (fliegender Geist) gab, da sein gedrungener Körperbau es schwer machte ihn im Cockpit auszumachen. Nach der Niederlage der Loyalisten fand er in der Sowjet Union ein Land, das ihn mit offenen Armen empfing. Seine Fähigkeiten wurden dringend benötigt zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges und durch das erlangen von Abschüssen zahlte er die Schuld aus Spanien zurück. Ein Flugunfall verwehrte es ihm leider diesmal den Sieg seiner Seite mitzuerleben.

Nationalisten bereiten Angriff auf
bolschewistischen Postionen vor

Die Aviación Nacional wurde durch General Francisco Franco geführt, welcher durch Hitler und Mussolini unterstützt wurde. All ihre Flugzeuge waren mit spanischen Farben versehen worden, obwohl der Großteil der Besatzungen und des Bodenpersonals nicht von Spaniern, sondern von Teilen der nazi-deutschen Legion Condor oder der Aviazione Legionaria des faschistischen Italiens gestellt worden. Obwohl auch spanische Flugzeuge zum Einsatz kamen, waren es doch die fremden Unterstützer die die Kontrolle über den Himmel sicher stellten. Die Junkers Ju 52 (als KI-Einheit im Spiel vertreten) kam von Anfang an zum Einsatz um die Truppen der Rebellen, im ersten Massentransport über den Luftweg in der Geschichte, von Marokko nach Spanien zu transportieren; später kamen sie als Bomber zum Einsatz. Kurz darauf trafen die He-51 ein, welche die Kontrolle über den Himmel bis zum Eintreffen der I-15 hielten. In der Hoffnung einen Markt für die Heinkel He 112 zu schaffen sandte man die Prototypen und die B Variante nach Spanien, jedoch blieben die erhofften Bestellungen aus. Die Heinkel He 111 B und E „Pedro“ stellten sich jedoch nicht nur als militärischer Erfolg heraus, sondern aus als finanzieller, da Spanien die Lizenzen kaufte, die es ihnen ermöglichte die He 111 unter der Bezeichnung CASA 2.111. im eigenen Land zu bauen. Ähnlich gemischte Resultate erzielte auch Junkers, welche mit ihrer Ju 86 keinen Erfolg hatten, dafür aber mit ihren Ju 87 A Modellen. Des Weiteren war es auch die Feuertaufe für die Messerschmitt Bt 109, welche von vielen zukünftigen Assen geflogen wurde, darunter Galland und Molders. Auch sie wurde später in Spanien gebaut unter der Bezeichnung HA-1112. Ein kleiner Teil der von italienischer Seite bereitgestellten Einheiten waren zwölf Fiat G.50 und einhundert Savoia-Marchetti SM.79.

Andere Modelle, welche im Spiel nicht enthalten sind: Dornier Do 17E, F und P Modelle, bezeichnet als „Pablo“ oder „Bacalao“, welche sich durchaus bewährten, vor allem aber ihren Besatzungen wichtige Erfahrungen im Erkunden in den F und P Modellen gewährten. Die bereits erwähnten Junkers Ju 86 Bomber, der erfolgreiche Henschel Hs 123 Doppeldecker und die militärische Version der rekordbrechenden Heinkel He-70 Blitz. Die Aviación Nacional stellte eine erhebliche Menge an Material und Personal für die Gefechte, viele der verwendeten Flugzeuge befinden sich aber leider noch nicht im Spiel. Die Liste beinhaltet 377 Jäger des exzellenten Fiat CR.32 Modells, 13 Fiat BR.20 Bomber, 64 Savoia-Marchetti SM.81 Bomber, 12 Breda BA.65 Angreifer und viele andere wie CANT Z Seeflugzeuge.

Unter den vielen Veteranen unter den spanischen Piloten die sich den Nationalisten anschlossen, war auch Joaquín García Morato, welcher bereits im Rifkrieg (oder zweiter Marokkanischer Kireg) Kampferfahrung sammeln konnte. Seinen ersten Abschuss erlangte er in einer Nieuport-Delage NiD 52 und noch einige mehr in einer He-51, den Großteil seiner Abschüsse erlangte er jedoch in der überlegenen Fiat CR.32 (etwa 36 von 40 bestätigten Abschüssen). Er verstarb jedoch bei einem Flugunfall nach dem Krieg.

Obwohl der Konflikt am 1. April 1939 mit den Nationalisten an der Macht endete, so waren die eigentlichen Sieger letzten Endes doch das faschistische Italien und ganz besonders das Nationalsozialistische Deutschland, welches die meiste Erfahrung sammeln konnte.

Autor: Joe “Pony51” Kudrna


Mit einem der kommenden Updates werden wir die Abzeichen des Spanischen Bürgerkriegs vorstellen:

Die Abzeichen wurden von Jej 'CharlieFoxtrot' Ortiz und Colin 'Fenris' Muir erstellt


Wir sehen uns in den Wolken!

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