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Kawanishi N1K2-J «Shiden-Kai»
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'Kawanishi N1K2-J «Shiden-Kai» der 407. Luftkampfgruppe' Tarnanstrich von TSGT | hier herunterladen


Einer der besten Jäger der jemals in Japan gebaut wurde, war die Kawanishi N1K2-J. Ihre Anfänge reichen bis ins Jahr 1941 zurück. Zu dieser Zeit wurde das hochseetüchtige und katapultstartfähige Schwimmerflugzeug N1K Kyofu (Mächtiger Wind) konstruiert. Die Indienststellung folgte aber erst im Jahr 1943. Auch wenn es durch seine schweren, voluminösen Schwimmer beeinträchtigt wurde, zeigte es durch den stromlinienförmigen Rumpf und den starken Motor großes Potential und es wurde schnell angeregt eine landgestützte Version zu entwickeln. Diese neue Variante flog am 27. Dezember 1942 zum ersten Mal, doch die Testflüge wurden von Problemen überschattet. Dazu gehörten die Unzuverlässigkeit des Motors, eine geringe Höchstgeschwindigkeit und einige weitere Probleme. Allerdings war der neue Jäger immer noch schneller als die A6M Zero und hatte eine größere Reichweite als die J2M Raiden und so wurde eine Indienststellung als N1K1-J Shiden (Violetter Blitz) genehmigt. Trotzdem wurde nur wenige Tage nach den ersten Flugtests mit der Arbeit an einem kompletten Umbau begonnen. Das Flugzeug wurde dabei einfacher aufgebaut und dabei auch das Gewicht verringert und 1944 als N1K2 Shiden Kai (Verbesserter violetter Blitz) in Dienst gestellt.
 

Die Shiden wurde durch einen 1990 PS starken Nakajima Ha-45-21 Sternmotor angetrieben und trug eine schwere Bewaffnung aus vier Typ 99-2 Mk.4 Kanonem im Kaliber 20 mm. Das Flugzeug erwies sich schnell als effektiver Jäger. Auch wenn die Maschine noch unter ihrem unzuverlässigen Motor litt, war sie schnell genug um mehr als nur eine Herausforderung für die besten US-Jäger wie die F4U Corsair oder die F6F Hellcat darzustellen. Die Shiden Kai war extrem wendig, mit ihren selbstabdichtenden Treibstofftanks sehr robust und durch ihre teilweise Panzerung, wie einer kugelsicheren Windschutzscheibe, gut geschützt und konnte daher recht viel Schaden überdauern. Ihre größten Nachteile lagen in ihrer recht niedrigen Steiggeschwindigkeit und dem fehlenden Kompressor, was die Leistung auf großer Höhe stark einschränkte und es dem Flugzeug schwer machte, die schweren US-Bomber des Typs B-29 Superfortress abzufangen.
 

Da sich die Kriegslage für das japanische Kaiserreich zusehends verschlechterte, konnte die japanische Industrie nur eine geringe Zahl der N1K2-J produzieren. Insgesamt wurden nur 428 Shiden Kai gebaut und diese ging vor allem an eine handvoll von Elite-Jagdstaffeln. Der vermutlich berühmteste Pilot dieses Flugzeugs war Kaneyoshi Muto, ein japanisches Fliegerass mit 28 Luftsiegen. In einem seiner Luftkämpfe stand er alleine zwölf F6F Hellcats gegenüber. Er konnte vier von ihnen abschießen und die restlichen Gegner zum Rückzug bewegen.
 

Bei War Thunder folgt die N1K2-J direkt auf die A6M-Flugzeuge und kommt mit einer Kampfeinstufung (BR) von 6,3. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 595 km/h und die Wendezeit 19 Sekunden. Wie bei ihrem realen Vorbild ist die Steiggeschwindigkeit mit nur 12,8 Meter pro Sekunde nicht besonders hoch. Bei der Bewaffnung kann sie mit ihren vier 20-mm-Kanonen mit insgesamt 900 Schuss (225 pro Kanone) dagegen wieder punkten. Um die Effizienzt gegen feindliche Bombern zu steigern, können zwei 82-mm-Raketen mitgeführt werden. Für den Einsatz als Jagdbomber kann sie alternativ auch bis zu 500 kg an Bombenlast tragen. Außerdem ist sie für einen japanischen Jäger außergewöhnlich robust und kann einiges an Schaden ohne Fatalität einstecken.
 

Wenn ihr die Spielweise der Zeros beherrscht, die zwar langsam aber gleichzeitig auch sehr wendig sind, bietet euch die N1K2-J keine Überraschungen. Sie fliegt sich sehr ähnlich, hat aber mehr Feuerkraft, eine höhere Geschwindigkeit und ist robuster. Angesichts ihrer Kampfeinstufung von 6,3 werdet ihr mit ihr in erster Linie auf moderne Propellermaschinen wie die F8F Bearcat die Hawker Tempest Mk. V oder spätere Ausführungen der Spitfire treffen. All diese Jäger können euch einholen oder davonziehen, aber so gut wie keiner kann euch im Kurvenkampf das Wasser reichen. Lockt eure Gegner also in den Kurvenkampf und verwendet eure Agilität um sie vor euer Fadenkreuz zu bekommen.
 

Wegen seiner Kampfeinstufung hat dieses japanische Flugzeug auch die Möglichkeit auf frühe Strahljäger wie die P-80A oder die Gloster Meteor zu treffen. Bei diesen Flugzeugen ist eurer Nachteil was die Maximal- und Steiggeschwindigkeit angeht noch größer, euer Vorteil bei der Wendigkeit aber ebenso. Wenn die Strahlflugzeuge ihre Geschwindigkeit gegen euch verwenden, solltet ihr euch zu einem schwer erfassbaren Ziel machen und auf einen Fehler der feindlichen Piloten warten. Eine weitere gute Taktik ist es, euch die Strahljäger herauszusuchen, die ihren Energie- und Geschwindigkeitsvorteil bereits verloren haben und diese zu überraschen.
 

Auch wenn die N1K2-J nicht so schnell ist wie ihre Gegner, ist die Kombination aus Wendigkeit, Robustheit und Feuerkraft in der Hand eines erfahrenen Piloten eine tödliche Waffe und nur sehr schwer auszuschalten. Wer sich mit diesem Flugzeug anfreunden kann, gelangt darüber über die Jagdbombervariante N1K2-Ja mit zusätzlicher Bombenlast und später auf den schnellen und schwer bewaffneten exotischen Abfangjäger Kyushu J7W1.
 

Autor: Jan „RayPall“ Kozák


Mit einem kommenden Update werden wir die Abschussmarkierungen der 343. Kokutai,
die mit Shiden-Kai ausgestattet war, hinzufügen:

     

Abzeichen von Jej 'CharlieFoxtrot' Ortiz


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