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Der T-34 Mod. 1940
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Auf der Suche nach einem neuen Konzept für einen mittelschweren Panzer schaute die Rote Armee auf den Ingenieur Mikhail Ilyich Koshkin, einen ehemaligen Süßwarenproduzenten der später Maschinenbau studierte und nun die Entwicklung des T-34 als Chefentwickler leiten sollte. Dabei stand ihm Aleksandr Aleksandrovich Morozov zur Seite, der ebenfalls Ingenieur und Entwickler von gepanzerten Fahrzeugen war. Gearbeitet wurde in der Lokomotivenfabrik von Kharkiv, Ukraine, was diesen Ort zum Geburtsort dieses berühmten Panzers aus dem Zweiten Weltkrieg werden lässt.
 

Koshkin arbeitete fleißig an der Entwicklung des neuen Panzers und die Arbeit brachte den ersten Prototyp, den A-20, hervor. In die Entwicklung flossen auch Erfahrungen aus den Entwicklungen BT-IS und BT-SW-2 ein, die beide über einen angewinkelten Panzerungsaufbau verfügten. Koshkin konnte Stalin von seinem Projekt überzeugen und erhielt die Erlaubnis zur Entwicklung eines zweiten Prototyps, der A-32 genannt wurde. Die 32 steht dabei für die Stärke der Frontpanzerung - so wie es auch schon beim A-20 der Fall war. Beide wurden 1939 in Kubinka unter Verwendung des V-2-34-Dieselmotors erprobt. Noch immer nicht zufrieden mit Panzerung und Bewaffnung wurde ein deutlich schwererer Entwurf als der A-32 entwickelt. Dieser verfügte über verbreiterte Gleisketten um bei widrigen Witterungsverhältnissen nicht stecken zu bleiben und wurde mit einem verbesserten 7,6-cm-L-11-Geschütz ausgestattet. Koshkin benannte diesen neuen und letztlich für die Produktion freigegebenen Panzer T-34 nach dem Jahr, in dem er zum ersten Mal an den Plänen für ein solches Fahrzeug arbeitete.
 

Die deutsche Invasion der UdSSR, Unternehmen Barbarossa, wurde zur Feuertaufe des T-34 und die deutsche Wehrmacht war schockiert, als sie zum ersten Mal mit diesem neuartigen sowjetischen Panzer in Kontakt geriet. Dennoch musste die UdSSR zu Beginn des Krieges massive Verluste bei den T-34 hinnehmen, was mehrere Gründe hat. Unter anderem war es die schlechte Ausbildung der Besatzung auf dem neuen Gerät, aber vor allem auch das Fehlen von Funkausrüstung in jedem Fahrzeug. Zur Verwendung von Signalflaggen gezwungen, war das schnelle Weiterleiten von Befehlen und Meldungen bei sich verändernden Gefechtsbedingungen nur schwer bis garnicht möglich. Weitere T-34 wurden aufgrund von mechanischem Versagen aufgegeben, meistens weil sie von ihren Fahrern falsch gefahren wurden. Die eigentlichen Verluste durch deutschen Beschuss spielten im Vergleich dazu eine eher untergeordnete Rolle.
 

In War Thunder bietet der T-34 Mod. 1940 mit L-11-Geschütz gute Geschwindigkeit und Beweglichkeit, die mit zügiger Turmrotation und akzeptabler Nachladegeschwindigkeit zu einem guten Gesamtpaket abgerundet wird. Seine Stärke zeigt der T-34 besonders im Einsatz in Gruppen und bei Flankenmanövern, indem er seine ausgezeichnete Geschwindigkeit dazu verwendet, feindliche Verbände zu überraschen. Die angewinkelte Panzerung unterstützt bei dem Unterfangen, die Flanken zügig selbst nach feindlicher Aufklärung zu durchstoßen, da schlecht gezielte Schüsse häufig wirklungslos an der Panzerung abprallen. Der Frontpanzerungsschutz allgemein ist überzeugend und erlaubt es dem T-34 in direkten Gefechten mit frühen deutschen Panzern gut zu bestehen, vor allem in angewinkelter Position.
 

Das L-11-Geschütz verfügt über vier unterschiedliche Munitionsarten. Die am häufigsten verwendete Granate, die BR-350A, bietet eine durchschnittliche Durchschlagsleistung von 72 mm auf 100 Metern und ist mit einer Sprengkapsel ausgestattet, die zusätzliche Schadenswirkung nach erfolgreichem Durchschlag garantiert. Damit wird die BR-350A zur vielseitigsten Munition des Panzers, da sich Durchschlagsleistung und potentielle Lethalität die Waage halten. Als Alternative steht die BR-350SP als panzerbrechendes Wuchtgeschoss zur Verfügung, das eine geringfügig bessere Durchschlagsleistung von 76 mm auf 100 Metern bietet. Durch das Fehlen einer Sprengkapsel teilt die BR-350SP ihren Schaden ausschließlich über die kinetische Energie und die durch den Aufprall entstehende Splitterwirkung aus.
 

Darüber hinaus stehen zwei Hochexplosivgranaten zur Auswahl: Die OF-350M HE-Granate eignet sich zur Bekämpfung von weichen Zielen wie ungepanzerten Fahrzeugen und Stellungen, während die Schrapnellgranate Sh-354T ausgezeichnet für die Bekämpfung leichter Panzer geeignet ist. Häufig zu unrecht ignoriert, bietet die Sh-354T eine durchschnittliche Durchschlagsleistung von 32 mm auf 100 Metern. Damit eignet sie sich zwar nicht für die frontale Bekämpfung der meisten Panzer, wird allerdings zu einem effektiven Werkzeug für erfahrene Panzerfahrer, die die Stärke des T-34 Mod. 1940 voll ausnutzen und in Flankenmanövern die verwundbaren Seiten- und Heckpanzerungen der feindlichen Fahrzeuge attackieren.
 

Eines der größten Nachteile des T-34 Mod. 1940 ist der eingeengte Kampfraum. Gelingt einem feindlichen Spieler der Durchschlag der Front- oder Seitenpanzerung, so führt eine einzige Granate häufig zum Verlust der gesamten Besatzung und nimmt das Fahrzeug so aus dem Gefecht. Es gilt also, immer in Bewegung zu bleiben und die angewinkelte Panzerung zum vollen Vorteil zu nutzen. Im angewinkelten Vormarsch kann der Feind unter Druck gesetzt und damit zu unüberlegten Schnellschüssen gereizt werden, die nur eine geringe Wahrscheinlichkeit auf einen wirksamen Treffer bieten. Ist die feindliche Linie erst durchbrochen, so fällt es dem T-34 vor allem im Nahkampf leicht, seinen Gegnern den Rest zu geben.
 

Obwohl der Panzer ein Erfolg auf dem Schlachtfeld war, war es dem Chefentwickler leider nicht mehr möglich, sein Machwerk in Aktion zu erleben. Nachdem er sich eine Lungenentzündung bei einer Probefahrt mit einem Prototyp seines T-34 zugezogen hatte, starb Koshkin bereits 1940.



Euer War Thunder Team
 

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