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'Crossbow'-Operationen
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Eine V-1-Rakete wird von einer Spitfire F Mk. XVI angegriffen. | Die Mission ist in 'Eigenen Schlachten' unter 'Weapons Test' verfügbar.


1943 begannen die Deutschen in Frankreich eine Reihe von Abschussrampen für den Einsatz der V-Waffen zu errichten. Aber Frankreich stand zu dieser Zeit unter strenger Beobachtung: Die Bildaufklärung der Alliierten hatte ein waches Auge auf alle Handlungen der deutschen Besatzer und schon bald waren die Baustellen fotografiert und die Aufnahmen zur Auswertung weitergegeben. Die Briten waren über die Abschussrampen sehr verwundert, doch der Geheimdienst kam schnell dahinter, dass diese irgendwie mit den deutschen V-Waffenprogrammen in Verbindung stehen mussten. Obwohl es nicht genau bekannt war, was es mit den Abschussrampen auf sich hatte, war eines zumindest klar: Sie konnten nichts gutes bezwecken. Die britische Royal Air Force begann Ziele, die mit den V-Waffen in Zusammenhang standen, zu bombardieren.
 

Das Crossbow-Netzwerk im Januar 1944

Die ursprüngliche Missionsbezeichnung für Einsätze dieser Art war “Bodyline”, wurde im November 1943 aber in “Crossbow” umbenannt. Im Gegensatz zu den “Rhubarbs” konnten die Crossbows von jedem Flugzeugtyp geflogen werden. Der erste Einsatz war ein Schlag gegen die Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Die verschiedenen Standorte in Frankreich, die “Ski-Sites” (Skischanzen; Anm. des Übersetzers: V-1-Startrampen ähnelten diesen von oben ein wenig), wurden oft vom Verbänden des Bomber Command heimgesucht. Dazu gehörte auch das neugegründete No.617 Squadron, das auch bald eine neue Waffe zur Erprobung erhielt: die Tallboy-Bomb, die vor allem auf große Bunkeranlagen und Stellungen wie Mimoyecques V-3 und Watten V-2 abgeworfen wurde. Beide wurden durch diese Erfindung von Barnes Wallis und die Genauigkeit des No.617 völlig unbrauchbar.
 

Nachdem sie mit ihren festen Startanlagen gescheitert waren, änderten die Deutschen ihr Konzept hin zu mobilen Abschussanlagen. Diese konnten schnell aufgestellt, starteten schnell eine V1 oder V2 und wurden dann wieder verlegt um zu verhindern, dass das Bomber Command die Stellungen von der Karte radierte. Die Briten entwickelten als Reaktion auf die mobilen Abschussrampen in Frankreich eine in die Tiefe gehende Verteidigung. Die erste Linie bestand aus etwa 8000 in Großbritannien stationierten Jägern, die zum Abfangen der V-Waffen eingesetzt werden sollten. Die zweite Linie bestand aus Flugabwehrgeschützen. Viele waren, um den britischen Arbeitskräftemangel zu lindern, vom Heimatschutz besetzt. Die letzte Linie bestand aus Sperrballons. Die verwendeten Jäger waren in der Regel die schnellsten zur Verfügung bestehenden Maschinen. Diese waren in der Lage, die V-1-Flugbomben abzufangen und abzuschießen. Veteranen schlugen sogar vor, diese durch antippen mit den Flügelspitzen auf den Bauch zu drehen, um die V1 auf diese Weise zum Absturz zu bringen. Dieses Manöver wurde wegen des sehr großen Risikos aber nur einmal durchgeführt. Allerdings waren all diese Verteidigungslinien gegen die V2, die bald vom britischen Himmel fallen sollte, völlig nutzlos.
 

Eine Spitfire manövriert neben
einer V-1, um diese durch an-
tippen zum Absturz zu bringen

Die Briten erarbeiteten eine mögliche Verteidigungsstrategie gegen die V2. Wenn das Radar einen Start erfasste, sollten 3.7 inch (9,4cm) Flugabwehrkanonen entlang des georteten Flugwegs ein Sperrfeuer abfeueren. Vermutlich lag es aber an relativ langsamen Kommunikationsgeschwindigkeit und der Reaktionsgeschwindigkeit der Menschen die diese Flaks bedienten, dass dieser Plan nie umgesetzt wurde. Die Verteidigung bestand am Ende aus dem fortgesetzten Angriff der Startgebiete der V2. In der Regel wurden für diese Aufgabe mit Bomben ausgerüstete Spitfires verwendet.
 

Am 14. Februar 1945 war eine Gruppe von Spitfire Mk. XVI des No.602 Squadron mit einem “Crossbow”-Einsatz beauftragt: Nach ihrem ersten Anflug drehten die Spitfires zu einem weiteren Anflug ein. Dabei starte eine V2 nur 600 Meter entfernt direkt vor ihnen. Einer der Piloten, Thomas “Cupid” Love, gab sofort einen Feuerstoß auf die V2 ab, die auf einer Flammensäule reitend in den Himmel stieg. Zum Glück für die Spitfires gingen die Schüsse alle daneben. Die Detonation der V-2 hätte sie sonst wohl alle vom Himmel gefegt.
 

Wenn du deine Stärke im Kampf gegen deutsche V-1-Raketen erproben möchtest, findest du eine spezielle Mission dazu in den 'eigenen Schlachten'! Suche nach: [Ereignis] Weapons Test!
 

Autor: David "Listy" Lister
 

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