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Ass des Monats - Boleslaw Michal "Mike" Gladych
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Von 12:00 Uhr (MEZ) am 10. Dezember bis um 12:00 Uhr (MEZ) am 11. Dezember

30% mehr XP bei Flügen mit der P47D-25 und der P-47D-28


 

Squadron Leader Boleslaw "Mike" Gladych

 

Als er seine Wende abbrach und sich den Hals verenkte um den Himmel an seinem Heck zu überprüfen, zuckte der einsame Thunderboltpilot zusammen als er das unerbittliche Paar Focke-Wulfs 190 sah das in Feuerlinie eindrehte um wieder auf sein bereits beschädigtes Heck zu feuern. Knapp an Munition und Treibstoff, wurde ihm klar, dass ihm langsam die Optionen ausgingen. Da er mit seiner verkrüppelten P-47 nicht in der Lage war den gegnerischen Jägern zu entkommen, seufzte er erleichtert auf als sich die beiden deutschen Jäger neben ihn setzten und ihm signalisierten zu landen. Erschöpft und verzweifelt auf der Suche nach Möglichkeiten zu entkommen (Der Flug dauerte fast 10 Minuten, wobei ihm die deutschen Jäger nicht von der Seite wichen.)Dort vor ihm war die Landebahn eines deutschen Flugplatzes sichtbar. Während er einen Schweißtropfen aus den Augen zwinkerte, fuhr er sein Fahrwerk und seine Klappen aus um seine Übergabe zu bestätigen. Die beiden deutschen Jäger folgten seinem Landeanflug. Als der Flugplatz näher kam, lächelte der Thunderboltpilot lschwach, zentrierte sein Fadenkreuz über eine deutsche Flak und drückte den Feuerknopf durch. Die acht Cal.50 Brownings erwchten zum Leben und zerstörten die Flak. Fast sofort wurde die Luft um die drei Flugzeuge von Abwehrfeuer der restlichen Flaks gefüllt, als diesedas Feuer erwiderten. Eine der Focke-Wulfs lößte sich sofort von ihm und von der anderen regneten Trümmer auf den Boden herab. Das polnische Fliegerass Boleslaw "Mike" Gladych ergriff seine Chance, starte durch und flog Richtung Küste.

Geboren in Warschau am 17. Mai 1918 als Sohn eines Gymnasiallehrers erbte Boleslaw Michal Gladych eine grossen Leidenschaft für Technik und Mechanik. Hingegen erbte er nicht die akademische Disziplin seines Vaters, wechselte dreimal die Schule bevor er schlussendlich 1932 in der Militärakademie in Lwow zugelassen wurde, nur zwei Jahre bevor sein Vater verstarb. Er absolvierte in der folgenden Zeit die Ausbildung, erlangte eine akademischen Grad in Mathematik und zeigte ein gewisses Talent als 
Musiker. Nach einer kurzen Periode des Dienstes beim 72. Infanterie Regiment in Radom trat er im Januar 1938 der polnischen Luftwaffe bei.  Mit dem Abschluss des "Letzten 13." Jahrgangs an der Hochschule der polnischen Luftwaffe Deblin, wurde Gladych am 1. September 1939 in den Rang eines Leutnants befördert, dem Tag der deutschen Invasion in Polen. Er hatte zu dem Zeitpunkt gerade seine Flugschule abgeschlossen und auf Grund seiner natürlichen Begabung wurde er als Pilot für Jagdflugzeuge ausgewählt. Nur mit wenig Flugerfahrung mit PWS-26, RWD-10, PZL P.7 und PZL P.11 und keinerlei Kampferfahrung während der deutschen Invasion gelang ihm und einer Gruppe Flieger-Kameraden über ein Internierungslager in Rumänien auf einem griechischen Schiff die Flucht nach Marseille in Frankreich. Erpicht darauf sich im Luftkampf zu behaupten meldete sich Gladych freiwllig zum Dienst in der "Finnland" Staffel der französischen Luftwaffe, eine Einheit die für den finnisch-russischen Winterkrieg zusammengestellt wurde. Gladych wurde auf der Caudron C.714 und MS406 ausgebildet. Bevor die Einheit den Marschbefehl erhielt unterzeichneten Finnland und Russland ein Waffenstillstandsabkommen.
 
Die Einheit wurde in der Folge in die Jägergruppe 1/145 "Varsovie" eingegliedert und war Bestandteil des Aufmarschplans für eine deutsche Invasion in Frankreich. Die GC 1/145 war die einzige vollständig polnische Einheit in der französischen Luftwaffe. Gladych war Mitglied der 2. Staffel unter dem Kommando von Hauptmann Juliusz Frey. Obwohl ausgestattet mit hoffnungslos unterlegenen C.714 Jägern flogen die polnischen Piloten Einsätze gegen die modernen Maschinen und erfahrenen Piloten der deutschen Luftwaffe. Gegen Ende Mai 1940 befahl der französische Kriegsminister den sofortigen Abzug der veralteten C.714 Jagdflugzeugen aus dem Dienst. Da man der polnischen Einheit eine niedrige Priorität beimass wurde der Einheit keine neuen Flugzeuge zugeteilt weshalb sie beschlossen den Kampf in ihren Unterlegenen C.714 weiterzuführen. Trotzdem gelangen den Piloten der GC 1/145 mindestens 12 Abschüsse deutscher Flugzuge in französischem Luftraum. Unter anderem auch mehrere der gefürchteten Bf109E. Gladych selbst nahm an den Kämpfen mit seiner C.714 mit der Nummer '13' teil und überlebte einen Abschuss seines Flugzeuges. Gladych erzählte später von einem ausgeglichenen Kampf im Juni mit einer Bf109E bei dem sein Flugzeug schwer beschädigt wurde. Der deutsche Pilot, anstatt ihn abzuschiessen, wackelte mit den Flügeln seines Flugzeugs und brach den Kampf ab. Trotz des mutigen Wiederstandes der Verteidiger kapitulierte Frankreich schliesslich am 22. Juni 1940. Gladych und die überlebenden Kameraden seiner Einheit flohen auf einem britischen Schiff nach England. Auf Grund der überhasteten Flucht wurden keine Aufzeichnungen über die Kampfeinsätze in Frankreich gerettet.
 
Nach der Ankunft in England wurde Gladych im Rang eines Leutnants in den Dienst der polnischen Luftwaffe aufgenommen die in die Royal Air Force eingegliedert war. Im Februar 1941 erhielt Gladych den Marschbefehl zur 57. Operational Training Unit der RAF in Hawarden in der Nähe von Chester um ein Ausbildung für einsitzige Jagdflugzeuge zu absolvieren. Nach der Umschulung auf die Spitfire MK.I wurde Gladych im April dem berühmten 303. polnischen Geschwader zugeteilt das in der RAF Basis Northolt stationiert war. Hier flog er nun zusammen mit Polens kampferprobtesten Piloten, unter anderem dem Veteranen der Luftschlacht um England Jan Zumbach. Fünf Tage später wurde ihm der erste Luftsieg bestätigt.
 
Der 23. Juni 1941 war möglicherweise Gladych's erfolgreichster Tag als er mit dem 303. Geschwader zwei Einsätze über dem besetzten Frankreich flog. Der erste war die Eskortierung von Bombern von Redhill nach Bethune, die zweite Mission war ebenfalls eine Eskorte für  Bomber von Dungeness nach Le Touquet. Gladych, der inzwischen eine Spitfire MK. IIb flog, schoss drei Bf109 und meldete einen vierten möglichen Abschuss während des Verlaufs der beiden Einsätze. Nachdem er Schäden am Flugzeug erhalten hat und selbst verletzt wurde als sein Propeller mit dem Heck einer Bf109 kollidierte (einige Quellen berichten von einem gewollten Rammen) stürzte er beim Versuch einer Notlandung auf der RAF Basis Manston in Kent nach der Kollision mit einem Telegraphenmast ab. Bei der Kollision und der anschliessenden Bruchlandung erlitt er einen Schädelbruch und den Bruch des Schlüsselbeins, eine Narbe blieb als ständige Erinnerung über seinem rechten Auge zurück. Nach einer Operation im Ramsgate Spital und zwei Monaten Rekonvaleszenz kehrte Gladych Ende August zum 303. Geschwader zurück wo er nach einem weiteren bestätigten Abschuss einen Monat später im Dezember zum Oberleutnant befördert wurde.
 
Im Februar 1942 wurde Gladych von der Front abgezogen um ein zweimonatiges Geheimdiensttraining zu absolvieren bevor er im April wieder zum 303. Geschwader zurückkehrte. Während dieser Zeit bewarb er sich um die Aufnahme in eine polnische Elite-Einheit bekannt unter dem Namen "Skalski Circus" unter dem Kommando des führenden polnisches Asses Stanislaw Skalski. Auf Grund gesundheitlicher Probleme wurde Skalskis polnische Kampfgruppe ohne ihn nach Tunesien verlegt. Trotzdem wurde er im Mai zumHauptmann befördert, als erfahrener Veteran führte er nun eine Gruppe von vier Spitfires.
 
Im Juli 1942 wurde Gladych zum 302. Geschwader "Stadt Poznan" versetzt. Seine Einsatzzahlen, zwischenzeitlich mit einer Spitfire MK.V ausgerüstet, über dem besetzten Frankreich erhöhten sich zusehends. Gladych und seine Kameraden gingen Ende des Monats zum Angriff auf feindliche Flugfelder über wobei sie nicht nur die Bordwaffen einsetzten sondern auch Handgranaten aus den Cockpits abwarfen. Von Mitte September bis Anfangs Dezember wurde er in der üblichen Rotation vom Frontdienst abgezogen um danach weitere Angriffs-Einsätze in den ersten Monaten von 1943 zu fliegen wobei er einen weiteren bestätigten Abschuss über Lille zugesprochen bekam. Während dieses Begegnungsgefechts wurde er von einer FW190 schwer beschädigt. Es wiederholte sich der Vorgang den er bereits im Einsatz mit dem GC 1/145 erlebte, der deutsche Pilot wackelte mit den Flügeln, brach den Kampf ab und liess ihn entkommen. Gladych glaubte, dass es sich beide Male um denselben Piloten handelte. Spätere Nachforschungen nach dem Krieg lassen die Vermutung aber als unwahrscheinlich erscheinen. Den Sommer 1943 hindurch war Gladych bei Perranporth in Cornwall stationiert bevor er zurück in den umkämpfteren Süden geschickt wurde. Er beanspruchte für sich den Abschuss einer Bf109G und möglicherweise einer FW190 am 8. September des Jahres. Kurze Zeit später wurde er auf die Spitfire IX umgeschult. Im November erhielt er den "Virtuti Militari", die höchste militärische Auszeichnung Polens sowie das "Distinguished Flying Cross" überreicht vom kommandierenden Offizier der AOC Gruppe 1, Vize-Marschall (entspricht einem Generalmajor) Hugh Saunders.
 
Eine weitere Anekdote die Gladych später gerne erzählte geschah im Herbst 1943 als er ein Flugzeug falsch identifizierte und es beinahe abschoss - an Bord der Premierminister Winston Churchill. Angeblich erhielt er als Bestrafung ein zeitweiliges Flugverbot.
 
Während des vorangegangenen Jahres schloss Gladych Bekanntschaft mit Hauptmann Francis Gabreski, einem Jagdpiloten der US Air Force mit polnischer Abstammung. Nach einer Periode der Inaktivität in England hat Gabreski die polnischen Geschwader in Northolt besucht und flog sogar einige Einsätze mit einer Spitfire. Im Februar 1944 forderte Gladych denselben Gefallen beim inzwischen zum Major beförderten Gabreski ein und zusammen mit dem befreundeten polnischen Piloten Witold Lanowski flogen sie P47 Thunderbolts mit dem 61. Jagdgeschwader der 56. Jägergruppe der US Air Force. Dieses Zwischenspiel fand ohne offizielle Genehmigung statt. Während einer dieser Flüge mit einer P47 kam es erneut zum zusammentreffen zwischen Gladych und dem mysteriösen deutschen Piloten mit dem er, wie er glaubt, bereits  zweimal gekämpft hat. Im März 1944 schoss er während einer Bomber Eskorte über Deutschland eine FW 190 ab. Danach, nur noch mit wenig Sprit und einem Rest Munition getrennt von seiner Gruppe, wurde er von zwei FW 190 angegriffen. Gezwungen immer tiefer zu sinken fuhr Gladych schliesslich sein Fahrwerk aus und schwenkte in den Landeanflug auf einen deutschen Feldflugplatz in Vechta ein. Die beiden Angreifer eskortierten ihn im Anflug im Glauben, dass Gladych sich ergeben will. Im direkten Anflug auf die Landepiste eröffnete er aber das Feuer auf eine Flak-Stellung. Die deutschen Stellungen erwiderten das Feuer nahezu augenblicklich und schossen eine der eigenen FW 190 ab. Gladych nutzte das entstandende Chaos und konnte fliehen musste das Flugzeug aber verlassen als ihm der Sprit ausging. Für dieses  Manöver wurde er von der US Air Force mit dem "Silver Star" ausgezeichnet. Im Juni 1944, Gladych war inzwischen Geschwaderführer, wurde er zum Verbindungsoffizier zum Hauptquartier der 12. Gruppe der RAF ernannt. Da er trotzdem weiter inoffizielle Einsätze mit der P47 Gruppe von Gabreski flog - unter anderem während der Operation Overlord, der Landung in der Normandie - wurde er disziplinarisch bestraft. Am D-Day selbst glückte Gladych der Abschuss einer BF109, eine weitere Maschine ähnlichen Typs konnte er am folgenden Tag abschiessen.
 
Anfangs Juli 1944 hatte Gladych mit der P47 der US Air Force bereits sieben deutsche Jäger abgeschossen, inklusive zwei BF109 in Einzelgefechten und im August eine Ju 88. Nachdem ihm der Ausschluss aus der polnischen Luftwaffe drohte, wurden die Einsätze von Gladych und fünf seiner polnischen Kameraden beim 61. Jagdgeschwader der US Air Force nachträglich als unbezahlter Urlaub von der polnischen Luftwaffe legitimiert. Unterschiedliche Quellen zitieren Gladych mit 10 oder 11 Abschüssen deutscher Flugzeuge während seiner Einsätze mit einer P47. Gladych flog weiter im Dienst der US Air Force bis zum Ende des Krieges. Sein Leben nahm eine dramatische Wende, als der von seinen amerikanischen Kameraden "Mad Mike" genannte und als agressiv wahrgenommene beschloss seine militärische Karriere zu beenden. Zusammen mit seiner kanadischen Ehefrau Elizabeth wanderte er in die USA aus. Hier flog er zuerst DC-3 für die Rainbow Airline ab New York, wirkte dann als Manager für Boeing bevor er sich zum Psychotherapeuten ausbilden liess und sich in Seattle, Washington State niederliess. Er besuchte Europa weiterhin. Während eines Aufenthaltes in Frankfurt, Deutschland, kam es zu einem Treffen mit dem Luftwaffen-xxx Major Georg-Peter Eder, dem Piloten der sein  Leben 1943 über Lille geschont hat und einer der Piloten des Zwischenfalls bei Vechta bei dem ihm die Flucht gelang. Wie bei vielen Piloten in der Kriegszeit kann seine Abschussquote nicht verifiziert werden, als bestätigt gelten aber 17 Abschüsse und zwei mögliche Abschüsse.  Zusätzlich zum "Silver Star" und dem "Virtuti Militari" wurde er sowohl mit dem britischen als auch amerikanischen "Distinguished Flying Cross" ausgezeichnet.
 
"Mike" Gladych verstarb am 12. Juli 2011 im Alter von 93 Jahren. Einer der bekanntesten Mitglieder einer elitären Bruderschaft die nicht nur für ihr eigenes Land sondern für alle allierte Nationen gekämpft haben. Er war das letzte polnische Jäger-xxx des zweiten Weltkriegs.
 
Flugzeuge: Gladych flog die Republic P-47D-28 Thunderbolt 4419718 während der Einsätze mit dem USAAF 61. Jagdgeschwader, Teil der 56. Jägergruppe der 8. Air Force. Die 56. Jägergruppe dislozierte im April 1944 von Halesworth nach Boxted und war eine der erfolgreichsten Jäger-Gruppen der gesamten US Air Force. Gladych nannte sein Flugzeug "Pengie", nach dem Spitznamen seiner Frau. Dieses spezielle Flugzeug war allerdings bereits das vierte mit den Namen, folglich "Pengie IV".
 
 
Übersetzung erfolgte durch Astronus
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