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Die niederländischen Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg
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Lt. August Deibel wurde zwei mal in einer B-339 Buffalo verwundet. Ihm gelangen drei Abschüsse japanischer Jäger.
Lt. Deibel’s Brewster Buffalo Tarnanstrich von Synthex4060 | hier herunterladen


Niederländische Piloten kämpfen während des Zweiten Weltkriegs an zwei Fronten. Nach der Besetzung der Niederlande durch das Deutsche Reich setzte die Ostindienarmee der Niederlande den Widerstand gegen das japanische Kaiserreich fort. Auch nach dem dortigen Verlust ihrer Heimatbasen waren niederländische Piloten weiterhin im Krieg auf Seiten der Alliierten im Dienst.

Die niederländischen Luftstreitkräfte wurden während
der Schlacht um die Niederlande vernichtet, darunter
auch der schwere Jäger Fokker G.I, von dem heute
kein Exemplar mehr erhalten ist.

Als die Schlacht um die Niederlande am 10. Mai 1940 begann, war die deutsche Luftwaffe den niederländischen Luftstreitkräften zahlenmäßig deutlich überlegen. Die niederländischen Verteidiger kämpften entschlossen, doch ihre Fokker D.XXIs und G.Is wurden von der schieren Anzahl der Angreifer schnell überwältigt. Die Invasion war ein Erfolg für die deutsche Wehrmacht, der allerdings mit über 200 verlorenen Ju 52 Transportflugzeugen bezahlt werden musste. Der Verlust von nahezu der Hälfte der Lufttransportflotte behinderte die deutschen Kriegsbemühungen für Jahre.

Nachdem die Stadt Rotterdam von der Luftwaffe bombardiert wurde, kapitulierten die Niederlande am 15. Mai, um weitere Bombenangriffe zu verhindern. Für einige niederländische Piloten hatte der Kampf erst begonnen, da sie die Chance zur Flucht über den Ärmelkanal nutzten, um in Großbritannien der Royal Airforce beizutreten.

Trotz der Kapitulation des Heimatlandes, befanden sich die niederländischen Kolonien noch immer im Kriegszustand. Unverzüglich nach dem Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 erklärte die niederländische Exilregierung dem Kaiserreich Japan den Krieg.

Die niederländische Ostindienarmee hatte über
70 B-339 Buffaloes im Dienst. Die meisten von
ihnen wurden im dreimonatigen Kampfeinsatz
gegen Japan zerstört.

Die königlich-niederländische Ostindienarmee (KNIL) kämpfte im heutigen Indonesien eine aussichtslose Schlacht gegen die Macht der japanischen Kriegsmaschinerie. Dennoch: Trotz der schlechten Ausrüstung machten es die Piloten der KNIL den Fliegern der Kaiserlich Japanischen Marine nicht leicht.

Mit Exportversionen der F2A-3 Brewster Buffalo konnten niederländische Piloten mittelmäßige Erfolge im Kampf erzielen. Einer der größten Erfolge war eine Luftschlacht über Semplak am 19. Januar 1942, bei der 35 japanische Flugzeuge eine Basis der Niederländer in der Region angriffen. 20 der Angreifer waren A6M Zeros und der Verband wurde von acht niederländischen Buffaloes abgefangen. Nach der Schlacht wurden am Boden die Trümmer von elf japanischen Maschinen gefunden, während nur vier eigene Buffaloes verloren gingen. Allerdings verloren die Niederländer fünf weitere Maschinen durch Bombenangriffe am Boden. Der bemerkenswerteste niederländische Pilot war Leutnant August Deibel des 2-VLG-V, der zwei Ki-27 und eine Ki-43 während des Konflikts abschoss. Obwohl er zwei mal verwundet wurde überlebte Deibel den Krieg. 1951 verlor er bei einem Flugzeugabsturz mit einer Gloster Meteor sein Leben.

Schließlich gingen den niederländischen Verteidigern die Flugzeuge aus und Niederländisch-Ostindien kapitulierte vor den Japanern am 8. März 1942. Doch auch das hielt die niederländischen Piloten nicht vom Fliegen ab. Piloten, die es nach Australien schafften, bildeten drei gemischte Geschwader mit der Royal Australian Air Force, um weiterhin am Kampf teilnehmen zu können. Zwei der Geschwader operierten mit B-25 Bombern, während das dritte mit P-40 Kittyhawks in den Einsatz ging. Später im Kriegsverlauf halfen die Niederländer bei der Rückeroberung der verlorenen Gebiete von Japan.

Die Spitfire XIVs, die Rudy Burgwal als Teil
des No. 322 Geschwaders flog, waren mit dem
niederländischen Dreieck auf dem Rumpf bemalt.

Niederländische Piloten bildeten auch in der britischen Royal Airforce drei Geschwader. No. 320 und No. 321 flogen Bomber, während das 1943 in Dienst gestellte No. 322 mit Jägern operierte. Das Jagdgeschwader ist berühmt für seinen Auftrag, die deutsche ‘Vergeltungswaffe’ - die Flugbombe Fi 103 oder ‘V-1’ - während des Sommers 1944 über England abzufangen. Ihr bemerkenswertestes Pilotenass ist Rudolph Burgwal, der über 20 V-1 mit seiner Griffon-Spitfire Mk. XIV abschoss. Er starb im August 1944 in Frankreich, als seine Spitifre während eines Eskorteinsatzes abgeschossen wurde.

Um den Einsatz der Piloten während des Zweiten Weltkriegs zu ehren, verblieb das No. 322 eine Einheit der Königlich Niederländischen Luftwaffe, die noch heute existiert. Das Geschwader behielt auch das originale Maskottchen, einen Papagei genannt ‘Polly Grey’. Jeder neue Pilot des Geschwaders muss den Papagei begrüßen, bevor er der No. 322 beitreten darf.


Niederländische Flugzeuginsignie - Wird dem Spiel mit einem kommenden Update hinzugefügt



Euer War Thunder Team

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